DNA-Analyse

Abgleich nicht binnen weniger Stunden möglich

Eine DNA-Analyse braucht Zeit. Dies hat verschiedene Gründe. Fälle wie der Mord an dem elfjährigen Mädchen in Emden haben jedoch Vorrang.

Hannover. Die Polizei reicht die Asservate beim zuständigen Landeskriminalamt ein. Auf diesen Spurenträgern kann jeweils eine Vielzahl von Spuren vorhanden sein. Diese müssen erkannt, abgenommen, aufbereitet und analysiert werden. Häufig gibt es auch Nachuntersuchungen.

Darüber hinaus gelten sehr hohe Qualitätsanforderungen für die Analysen. Das heißt, dass die Untersuchungen mehrfach kontrolliert und wiederholt werden. Auch gilt bei allen Untersuchungsschritten das Vier-Augen-Prinzip.

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Im günstigsten Fall können erste belastbare DNA-Ergebnisse daher erst nach wenigen Tagen vorliegen.

Generell gilt bei der Bearbeitung von DNA-Proben eine Prioritätenliste. Dabei stehen Spuren von Tötungs- und Sexualdelikten sowie anderen Kapitalverbrechen auf der Liste ganz oben, Spuren beispielsweise von Einbrüchen haben eine geringere Priorität. Ein Delikt wie die Tötung des elfjährigen Mädchens in Emden wird mit oberster Dringlichkeit, also sofort, behandelt.

Im LKA Niedersachsen betrug die mittlere Verweilzeit von DNA-Spuren 2011 etwa acht Monate. Dabei wurden etwa 7.700 Spurenfälle bearbeitet und mit Gutachten abgeschlossen sowie etwa 4.400 Vergleichsproben untersucht. Am Jahresende waren noch ungefähr 2.600 Spurenfälle in Bearbeitung.

(dapd)