Universität Göttingen

Forscher entdecken womöglich bewohnbare "Super-Erde"

abendblatt.de

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Göttingen und Washington hat womöglich einen bewohnbaren Planeten entdeckt.

Göttingen. 209 Billionen Kilometer, also 22 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt die womöglich bewohnbare so genannte "Super-Erde". Wissenschaftler aus Göttingen und Washington haben ihn möglicherweise in einem Drei-Sterne-System entdeckt. Das teilte die Göttinger Universität am Donnerstag mit. Der Planet mit der Bezeichnung GJ 667Cc habe die viereinhalbfache Masse der Erde und umkreise auf einer Umlaufbahn von 28,15 Tagen einen Zwergstern. Zwergsterne sind Fixsterne mit geringem Durchmesser und geringer Leuchtkraft.

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„Diese Super-Erde bietet gute Voraussetzungen für die Existenz von flüssigem Wasser und von Leben, wie es auch auf der Erde vorkommt“, sagte der Göttinger Astrophysiker Guillem Anglada-Escudé. Der Planet erhalte von dem Zwergstern zwar ein Zehntel weniger Licht als die Erde von der Sonne. Da ein großer Teil dieses Lichts aber im infraroten Bereich liege, könne der Planet insgesamt etwa genauso viel Energie aufnehmen.

Der Zwergstern weise im Gegensatz zu unserer Sonne kaum metallische Elemente auf, erläuterte Anglada-Escudé. Die Entdeckung zeige, „dass bewohnbare Planeten in unterschiedlicheren Umgebungen entstehen können als bisher angenommen“.

Die Forscher entdeckten die neue Super-Erde, als sie eigentlich eine anderen Planeten in demselben Sternsystem untersuchen wollten. In zukünftigen Forschungen wollen sie herausfinden, ob sich in dem Sternensystem noch eine weitere Super-Erde und ein Gasriese befinden. Gasriesen sind große Planeten, die überwiegend aus leichten Elementen wie Wasserstoff und Helium bestehen. (dpa)