Stralsund (dpa/mv). Der Cyberangriff auf Vorpommern-Rügen Ende November macht der Verwaltung weiter zu schaffen. Sie verweist auf schwere Fälle aus der Vergangenheit. Für einen Bereich gibt es inzwischen eine Lösung.

Die Arbeit der Verwaltung des Landkreises Vorpommern-Rügen ist nach einem Hackerangriff weiter stark eingeschränkt. Ab Mittwoch kommender Woche soll die Kfz-Zulassung aber wieder stattfinden, und zwar in den Räumen der Hansestadt Stralsund. Termine gebe es noch für Freitag nächster Woche und die Woche vor Weihnachten, sagte eine Landkreissprecherin am Freitag. Diese können laut Landkreis über die Behördennummer 115 vereinbart werden. Aus technischen und rechtlichen Gründen könnten ausschließlich HST-Kennzeichen vergeben werden.

Weiter sei die Verwaltung nur telefonisch oder per Post zu erreichen. Für viele derzeit nicht erreichbare Online-Services werde die Hinterlegung von Vordrucken auf der Landkreis-Website erarbeitet. Diese sollten ab kommender Woche eingestellt werden. Bürgerinnen und Bürger könnten diese dann ausdrucken, ausfüllen und per Post einsenden oder persönlich abgeben.

Wie lange diese Situation andauern werde, könne zunächst nicht beantwortet werden. Die Einschränkungen seien vergleichbar mit den Cyberangriffen aus dem Jahr 2021 auf die Verwaltungen der Landkreise Ludwigslust-Parchim und Anhalt-Bitterfeld. Letzterer hatte seinerzeit den Katastrophenfall ausgerufen.

Ende November war bekannt geworden, dass die IT des Landkreises Vorpommern-Rügen angegriffen wurde. Deshalb wurden nach Angaben der Verwaltung IT-Systeme vom Netz getrennt.