Rostock (dpa/mv). An den Universitäten Rostock und Greifswald studieren laut Gesundheitsministerium derzeit 90 Menschen Medizin, die nach ihrem Studium für mindestens zehn Jahre im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns arbeiten wollen. Sie bekamen ihren Studienplatz über die 2021 eingeführte Landarztquote, wie Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm (SPD) am Wochenende anlässlich des Hausärztetages in Rostock mitteilte.

An den Universitäten Rostock und Greifswald studieren laut Gesundheitsministerium derzeit 90 Menschen Medizin, die nach ihrem Studium für mindestens zehn Jahre im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns arbeiten wollen. Sie bekamen ihren Studienplatz über die 2021 eingeführte Landarztquote, wie Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm (SPD) am Wochenende anlässlich des Hausärztetages in Rostock mitteilte.

Der Landtag hatte wegen des sich abzeichnenden Ärztemangels auf dem Land jährlich 7,8 Prozent aller Medizinstudienplätze im Nordosten für Bewerber reserviert, die sich verpflichten, nach ihrem Studium zunächst im ländlichen Raum zu arbeiten. Dafür müssen sie kein Einsnuller-Abitur vorweisen. Jährlich geht es dabei um rund 30 Studienplätze.

Grimm bezeichnete die Gewinnung von jungen Ärztinnen und Ärzten für die Niederlassung im ländlichen Raum als wesentliche Gemeinschaftsaufgabe von Kassenärztlicher Vereinigung, Hausärzteverband und Landesgesundheitsministerium. Wichtig sei dabei auch, den ländlichen Raum für junge Menschen und Familien attraktiver zu machen, erklärte sie. Dazu gehörten neben beitragsfreien Kitaplätzen und guten Schulen auch ein funktionierendes Internet sowie kulturelle und sportliche Angebote.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Weiterentwicklung der Facharztausbildung. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass sie noch mehr in den Praxen stattfindet“, appellierte Grimm an die Hausärzte.