Schwerin (dpa/mv). Nicht überall klappert die Mühle noch am rauschenden Bach, aber die alten Bauwerke faszinieren weiterhin die Menschen. Beim Deutschen Mühlentag im Nordosten gab es einiges zu sehen, aber auch das Wetter spielte eine Rolle.

Bestes Wetter und großer Andrang: Mehr als 20 historische Mühlen in Mecklenburg-Vorpommern haben am Montag zu Besichtigungen, Vorführungen und Festen eingeladen. Das ist rund jede Zehnte der laut Mühlenverein 217 noch erhaltenen Wind-, Wasser- und Motormühlen im Nordosten. Die Veranstalter zeigten sich mehr als zufrieden.

„Wir hatten mehr Besucher als letztes Jahr“, sagte der Landesvorsitzende des Mühlenvereins MV, Jan Bauditz, der Deutschen Presse-Agentur. Es sei überall tolles Wetter gewesen, das habe sicher dazu beigetragen. Einige Mühlen seien von dem Andrang regelrecht überrascht worden.

Die Betreiber - oft sind es Vereine - lassen die Flügel oder Wasserräder drehen, Transmissionen laufen und bringen Motoren auf Touren. Veranstaltet wird die Aktion vom Mühlenverein Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung.

Dem Verein zufolge prägten Mühlen lange Zeit das Landschaftsbild. Noch vor 150 Jahren habe nahezu jedes Dorf seine Mühle gehabt. Demnach konnten sie oft der aufkommenden Konkurrenz neuzeitlicher Mühlen erstaunlich lange standhalten, die mit Dampfmaschinen und später Dieselmotoren angetrieben wurden.

Erst die modernen Großmühlen entzogen ihnen dann die wirtschaftliche Grundlage, erklärt der Verein, der sich die Erhaltung der verbliebenen Mühlen auf die Fahne geschrieben hat.