Sportpolitik

Debatte um Sportförderung: Opposition für mehr Geld

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Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild

Schwerin (dpa/mv). Die Opposition im Schweriner Landtag unterstützt Forderungen des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern (LSB) nach einer besseren Finanzausstattung durch das Land. «Die rund 263.000 Mitglieder im organisierten Sport in MV erwarten vollkommen zurecht, dass die Sportförderung finanziell sinnvoll ausgestattet wird», erklärte der CDU-Abgeordnete Harry Glawe am Mittwoch nach einer Sondersitzung des auch für Sport zuständigen Sozialausschusses. Seine Fraktion hatte die Beratung beantragt, nachdem ein Brief an Sportministerin Stefanie Drese (SPD) öffentlich geworden war. Darin beklagte der LSB-Landesvorstand eine unzureichende Förderung und wies auch auf enorme Kostensteigerungen hin. Glawe sprach sich für eine regelmäßige Anhebung der Fördermittel für den Sport aus.

Jutta Wegner von den Grünen mahnte gesellschaftlichen und finanziellen Rückhalt für Sportvereine und -verbände an. Anders als die Mittel für den Leistungssport bewegten sich die Mittel für den Breitensport weiter auf dem bisherigen Niveau. Somit gebe es keine zusätzlichen Gelder für Trainerstellen auch im Nachwuchsbereich. Dabei habe sich die rot-rote Koalition in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich vorgenommen, den Breitensport weiterzuentwickeln. «Breitensport und Leistungssport müssen zusammen gedacht werden. Der Breitensport vermittelt Werte und Wissen, er schafft Zusammenhalt», betonte Wegner.

Das Sportministerium wies die Kritik zurück. Dem Sport werde weiterhin große Bedeutung beigemessen, eine Mittelkürzung habe es im neuen Doppelhaushalt nicht gegeben. «Die Ministerin hat sich zu jeder Zeit dafür eingesetzt, die befristeten Mittel aus dem Sportpakt in Höhe von 3,5 Millionen zu verstetigen. Dies ist, auch im Ergebnis der Haushaltsberatungen des Landtages, vollumfänglich gelungen», erklärte Staatssekretärin Sylvia Grimm, die in Vertretung von Ministerin Drese an der Ausschusssitzung teilgenommen hatte.

Die Mittel im Sportfördergesetz seien durch die Überführung der Mittel aus dem Sportpakt im aktuellen Etat von 8,95 auf 11,92 Millionen aufgestockt worden. Nach Angaben des SPD-Abgeordneten Christian Brade gibt es zusätzliche Gelder unter anderem für die Beschaffung von Großgeräten im Sport und für den Nachwuchssport. Wie nach der Sitzung bekannt wurde, soll es am 18. August ein Treffen von Ministerin Drese mit der Spitze des Landessportbundes geben.