Rostock

Haushaltsausschuss sagt ja zum Kauf von Werft für Marine

Laufkatzen hängen am Bockkran der MV-Werft in Rostock-Warnemünde.

Laufkatzen hängen am Bockkran der MV-Werft in Rostock-Warnemünde.

Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Rostock. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dem Bund grünes Licht für den Kauf des ehemaligen MV-Werften-Standorts in Rostock für die Marine gegeben. Durch den Erwerb würden mit 87 Millionen Euro über 500 Arbeitsplätze und ein wichtiger strategischer Standort der Maritimindustrie in der Region gesichert, sagte Paula Piechotta, Sprecherin der Landesgruppe Ost der Grünen im Bundestag und Mitglied im Haushaltsausschuss am Mittwoch. Nach Aussage eines Sprechers des Insolvenzverwalters der MV-Werften fehlt nun noch der Kaufvertrag.

Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, zeigte sich erfreut. «Der Marinestandort Rostock bietet nicht nur für die Stadt eine Chance, sondern für ganz Mecklenburg-Vorpommern», erklärte Holm, der auch AfD-Landessprecher für Mecklenburg-Vorpommern ist. Land und Stadt sollten dafür sorgen, dass sich Planungs- und Genehmigungsverfahren nicht unnötig in die Länge ziehen.

Nach der Insolvenz des MV-Werften-Verbundes mit Werften in Wismar, Rostock und Stralsund hatte sich der Bund in einem Bieterverfahren als Interessent für den Rostocker Standort durchgesetzt. Dort soll künftig das Marinearsenal Schiffe der Deutschen Marine warten und reparieren.