Mecklenburgische Seenplatte

Neustrelitz erinnert an erste Strelitzien-Blüte

dpa

Neustrelitz. Mit einer Ausstellung und weiteren Aktionen feiert die Residenzstadt Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) ein besonderes Jubiläum ihrer Stadtblume. Die aus dem Süden Afrikas stammende Strelitzie hatte 1822 - also vor 200 Jahren - in der Orangerie in Neustrelitz zum ersten Mal in Deutschland geblüht, wie eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag sagte. Dazu wird am Freitag unter anderem eine Ausstellung im Rathaus eröffnet und ein 3-D-Straßenbild einer Künstlerin vorgestellt.

Gärtner des englischen Königshauses hatten die auffällige Pflanze, die in ihrer Heimat auch als Paradiesvogelblume bekannt ist, 1773 nach Europa mitgebracht und sie "Strelitzia reginae" benannt. Der Hintergrund war, dass Königin Charlotte von Großbritannien und Irland (1744-1818) aus dem Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz kam. Die Blume sollte an ihre Heimat erinnern. Königin Charlotte war Ururgroßmutter der heutigen Königin Elizabeth, wuchs als Sophie Charlotte in Mirow bei Neustrelitz auf und ging als 17-Jährige nach London, wo sie 1761 König Georg III. heiratete.

Die Strelitzie war 1995 zur Stadtblume von Neustrelitz erklärt worden. So erinnert unter anderem eine überdimensionale metallene Fassung der Blume, die auf einem Globus ruht, unmittelbar neben dem Schlossgarten und der Orangerie daran. Mecklenburg-Strelitz bestand als Großherzogtum von 1701 bis 1918 und hatte weit verzweigte Beziehungen zum Adel in Europa.

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( dpa )