Tiere

Etwas weniger rastende Wasservögel auf Rügen gezählt

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Kraniche stehen auf einem Feld in einem Naturschutzgebiet.

Kraniche stehen auf einem Feld in einem Naturschutzgebiet.

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Putbus. Mitte Januar sind in Teilen Rügens weniger Wasservögel gezählt worden als im langjährigen Durchschnitt. Mitarbeiter des Biosphärenreservates Südost-Rügen hätten an zwei Tagen mehr als 27.000 Tiere und 33 verschiedene Vogelarten erfasst, teilte das Biosphärenreservatsamt am Freitag mit. Gezählt wurde demnach in acht verschiedenen Gebieten, von der Glewitzer Fähre bis zur Prorer Wiek. Die Zahl der rastenden Vögel liege im Vergleich mit den Zählungen der vergangenen zehn Jahre etwas unter dem Durchschnitt von rund 42.000 Tieren.

Es sei wahrscheinlich, dass aufgrund der aktuell nur geringen Eisbedeckung in der nordöstlichen Ostsee weniger Tiere als in strengen Wintern nach Rügen ausweichen mussten. Klarheit darüber könne jedoch erst die gemeinsame Datenauswertung aller Ostseeanrainer sowie der Niederlande und von England bringen.

Neben Vögeln auf den Küstengewässern, etwa Berg- und Eisenten oder verschiedenen Sägerarten, wurden laut Mitteilung auch Kraniche, Gänse und Schwäne auf Grünland und Ackerflächen, sowie Greifvögel erfasst. Wie in den vergangenen Jahren konnten demnach auch seltene Weißwangengänse beobachtet werden. Die Art komme von der russischen Eismeerküste und besiedle erst seit den 1970er Jahren den Ostseeraum. Die Erfassung war Teil der alljährlichen internationalen Mittwinter-Wasservogelzählung.

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( dpa )