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Linke-Urgestein Peter Ritter will Parteivorsitzender werden

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dpa
Peter Ritter (Die Linke), Parlamentarischer Geschäftsführer der Links-Fraktion im Landtag, spricht.

Peter Ritter (Die Linke), Parlamentarischer Geschäftsführer der Links-Fraktion im Landtag, spricht.

Foto: dpa

Schwerin. Linke-Urgestein Peter Ritter will Landeschef seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern werden. Der 62-Jährige hat angekündigt, beim Parteitag am 19. März in Rostock zu kandidieren, wie der Landesgeschäftsführer der rund 3000 Mitglieder zählenden Partei, Björn Griese, am Donnerstag in Schwerin sagte. Die beiden derzeitigen Landesvorsitzenden Wenke Brüdgam und Torsten Koplin wollten nach zwei jeweils zweijährigen Wahlperioden nicht wieder antreten. Zuvor hatte die "Schweriner Volkszeitung" berichtet.

Für den weiblichen Part der bei den Linken traditionellen Doppelspitze kandidiert Griese zufolge die 21 Jahre alte Studentin Vanessa Müller aus Rostock. Zudem gebe es mit Torsten Skott (48) aus Schwerin einen weiteren Kandidaten für den Landesvorsitz. Dieser habe seinen Plan, zu kandidieren, schon vor Monaten angekündigt, sagte Griese. Skott ist öffentlich bislang nicht besonders in Erscheinung getreten.

Peter Ritter aus Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) war 27 Jahre lang Abgeordneter im Landtag und gilt als versierter Innenpolitiker. Viele Jahre war er zudem Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Zur Landtagswahl 2021 war er nicht wieder angetreten.

Als einen Grund für seine Kandidatur für den Landesvorsitz gab Ritter in der "Schweriner Volkszeitung" das schlechte Wahlergebnis der Linken bei der Landtags- und bei der Bundestagswahl 2021 an. "Da kann ich doch jetzt nicht sagen, macht euren Mist alleine", zitierte das Blatt den gebürtigen Sachsen in der Donnerstag-Ausgabe.

Die Linke erreichte mit 9,9 Prozent bei der Landtagswahl in MV am 26. September 2021 ein historisch schlechtes Ergebnis. Bei der Bundestagswahl am selben Tag verlor sie ebenfalls und kam nur auf 4,9 Prozent der Zweitstimmen. Dass sie trotz ihres Scheiterns an der Fünf-Prozent-Hürde im Bundestag vertreten ist, verdankt sie dem Gewinn von drei Direktmandaten.

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( dpa )