Gesundheit

Sieben neue Corona-Todesfälle in MV: Höchster Wert seit Juli

| Lesedauer: 2 Minuten
dpa
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Foto: dpa

Rostock. Zum Wochenbeginn sind in Mecklenburg-Vorpommern sieben neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sei der höchste Wert seit dem 22. Juli, als neun Todesfälle registriert worden seien, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag. Damit stieg die Zahl der Todesfälle im Land seit Beginn der Pandemie auf 1219.

Darüber hinaus meldete das Amt 44 Corona-Neuinfektionen. Dabei fehlten allerdings zunächst die Zahlen für die Landeshauptstadt Schwerin und den Landkreis Ludwigslust-Parchim, wie es hieß. Beide Regionen sind direkt von einem Cyber-Angriff auf Computersysteme betroffen. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim teilte am späten Montagnachmittag mit, er melde Fälle telefonisch ans Lagus und habe am Montag keine neue Infektion verzeichnet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde mit 54,9 angegeben (-0,4 gegenüber dem Vortag). Vor einer Woche hatte das Lagus 51 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner gemeldet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen lag damals ebenfalls bei 51.

Den Angaben zufolge befinden sich 61 Covid-Patienten in den Krankenhäusern des Landes - 5 mehr als am Vortag und 20 mehr als vor einer Woche. 23 befinden sich demnach auf Intensivstationen. Das sind vier mehr als am Vortag und acht mehr als vor einer Woche.

Nur der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte lag laut Lagus-Angaben bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Der höchste Wert wurde für die Hansestadt Rostock mit 75,6 ausgewiesen - vor Nordwestmecklenburg mit 70,9 und dem Landkreis Rostock mit 67,3. Die Landeshauptstadt Schwerin gab die Infektionsinzidenz auf ihrer eigenen Website am Montag mit 37,3 an.

Auf der Risikokarte des Landes sind weiterhin nur zwei Regionen grün: die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-Patienten sind nach Lagus-Angaben überall weiter niedrig.

Die Einstufung von Schwerin und Ludwigslust-Parchim erfolgt laut Lagus auf Grundlage eigener Einschätzungen.

Insgesamt haben sich den Angaben zufolge bisher 50 998 Menschen im Land nachweislich mit dem Virus infiziert.

Mindestens einmal geimpft sind laut dem RKI-Impfdashboard 66,5 Prozent der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns; 64,1 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Impfschutz. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die Impfquote insgesamt etwas höher liegt, als in der Statistik ausgewiesen ist.

© dpa-infocom, dpa:211018-99-643371/3

( dpa )