Hochschulen

Studierendenparlament kritisiert Rückkehr des AfDlers Weber

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Der Jura-Professor und scheidende AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber.

Der Jura-Professor und scheidende AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber.

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Greifswald. Das Studierendenparlament der Universität Greifswald kritisiert die Rückkehr des Jura-Professors und scheidenden AfD-Landtagsabgeordneten Ralph Weber in den Lehrbetrieb der Universität. Dieser Beschluss wurde am Dienstagabend einstimmig gefasst, wie das studentische Informationsportal webmoritz berichtete. Die Studierenden werfen Weber vor, rechtsextremes Gedankengut zu vertreten.

Weber war vor seiner Wahl in den Landtag Professor an der Universität Greifswald und wurde für seine Zeit im Parlament als Hochschullehrer beurlaubt. Er hatte 2016 das Direktmandat im Wahlkreis um Wolgast geholt, war aber zuletzt von der eigenen Partei nicht mehr aufgestellt worden. Seine Rückkehr in die Lehre sei für Ende Oktober angekündigt, sagte der Präsident des Studierendenparlaments, Bennet Buchholz.

Weber gilt als Vertreter des rechten Flügels in der AfD. Gegen ihn läuft ein Parteiausschlussverfahren wegen des Vorwurfs parteischädigenden Verhaltens. Er soll unter anderem den Landesvorsitzenden Leif-Erik Holm bei einem Parteitag als "Landesdiktator" und seine Unterstützer als "Kanalratten" beschimpft haben.

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( dpa )