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Mehr Präsenz in den Hochschulen von MV: so soll es klappen

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dpa
Beim traditionellen Campustag haben sich die Studienanfänger im Audimax der Universität eingefunden.

Beim traditionellen Campustag haben sich die Studienanfänger im Audimax der Universität eingefunden.

Foto: dpa

In den vergangenen drei Semestern mussten die Hochschulen wegen der Corona-Pandemie viel experimentieren, um ein gutes Programm zu bieten. Im neuen Wintersemester scheint dies etwas leichter zu gehen.

Rostock/Greifswald. Bildschirm statt Hörsaal - so sah das Studium auch für viele Studierende im Nordosten während der Corona-Pandemie zumeist aus. Dieses Wintersemester soll anders sein.

Mit dem Ziel, möglichst vielen Studierenden Präsenzveranstaltungen anzubieten, geht die UNIVERSITÄT ROSTOCK ins neue Wintersemester. Das Konzept sehe vor, dass Geimpfte und Genesene ohne besondere Abstandsregelung, aber mit Mund-Nasen-Schutz in den Räumen sein dürfen, sagte Sprecherin Kristin Nölting. Noch nicht immunisierte Studierende sollen in abgegrenzten Bereichen mit einem Mindestabstand von einem Meter im sogenannten Schachbrettschema sitzen. Voraussetzung dafür sei, dass sie mindestens zweimal pro Woche einen Negativtest vorlegen.

Gleichzeitig strebe die Uni Rostock an, möglichst viele Veranstaltungen in hybrider Form anzubieten. Im vergangenen Wintersemester waren an der Uni Rostock mehr als 12.200 Studenten registriert, davon rund 1850 Erstsemester.

An der UNIVERSITÄT GREIFSWALD sind laut einer Umfrage des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) bereits fast 90 Prozent der Studierenden vollständig geimpft. Die Greifswalder Hochschule will ebenfalls wieder mehr Präsenzveranstaltungen ermöglichen. Auch dort ist laut Sprecher Jan Meßerschmidt das Schachbrettmuster als Sitzordnung vorgesehen. Weiterhin werde es auch digitale und hybride Veranstaltungen geben. Zugang zu Vorlesungen und Seminarräumen werde entsprechend der 3G-Regeln gewährt. Ein entsprechender Nachweis könne etwa über das Einlesen des Studierendenausweises erfolgen.

Ohne Impfung oder Genesung können Studierende etwa Selbsttests machen und entsprechende eidesstattliche Erklärungen vorlegen. Bis Mitte November stelle die Hochschule noch kostenlose Selbsttests zur Verfügung. In den Gebäuden gelte weiterhin Maskenpflicht. Die Uni gehe bis zum Ende der Einschreibungsphase von etwa 10.000 Studierenden aus.

Auch die HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER (HMT) ROSTOCK plant einen regulären Studienbetrieb, also alle Lehrveranstaltungen in Präsenz für die mehr als 550 Studierenden. Es sollen ein wöchentlicher Hauptfach- und Gruppenunterricht, Vortrags- und szenische Abende, Konzerte und Vorstellungen vor möglichst großem Publikum, Seminare und Vorlesungen unter 3G-Bedingungen ermöglicht werden. "Um die Impfquote unter allen Hochschulangehörigen zu ermitteln, führt die hmt aktuell eine anonyme Umfrage durch", sagte Sprecherin Angelika Thönes.

"Alle Lehrende und Studierende müssen sich bei Betreten des Unterrichtsraums zwingend über die Darf-ich-rein-App registrieren", hieß es aus der HOCHSCHULE WISMAR mit rund 8000 Studenten. Dabei werde der 3G-Status abgefragt. Erst dann sei die Registrierung für den Raum abgeschlossen und ein digitales Ticket wird erstellt. "Ohne Ticket kein Eintritt", sagte Kerstin Baldauf von der Pressestelle.

Die HOCHSCHULE STRALSUND hat nach eigenen Angaben in diesem Wintersemester fast 2380 Studierende. Auch dort gelte neben der Maskenpflicht in Gebäuden die 3-G-Regel für die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen - entsprechende Nachweise seien mitzuführen.

© dpa-infocom, dpa:210918-99-264067/2

( dpa )