Gesundheit

Druck in Tourismusbranche steigt: "Wir müssen handeln"

dpa
Tobias Woitendorf, Geschäftsführer vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V..

Tobias Woitendorf, Geschäftsführer vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V..

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Rostock. Nach der Entscheidung Bayerns zur touristischen Öffnung der Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen ab 21. Mai steigt auch der Druck in der Urlaubsbranche Mecklenburg-Vorpommerns. Immer mehr Regionen und Länder, mit denen der Nordosten um Urlaubsgäste konkurriert, geben klare Öffnungsziele an, wie der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, am Dienstag der dpa sagte. Der Druck komme aber auch von innen: Die Betriebe bräuchten Klarheit für ihre Betriebsorganisation und Personalplanung.

"Wir müssen jetzt konkret handeln", betonte Woitendorf. Nach Ende des Lockdowns müsse eine komplexe Öffnung des Tourismus folgen. Die entsprechende Handlungsempfehlung der Branche liege vor. Diese sehe unter anderem Tests der Urlauber vor der Einreise vor. Am Mittwoch tagt in Schwerin die Task-Force-Tourismus.

Nach einer Sitzung des Schweriner Kabinetts am Dienstag hatte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) gesagt, dass vollständig geimpfte Tagesausflügler und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder einreisen dürfen. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt.

Laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) können in bayerischen Kreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Das Robert Koch-Institut hatte am Dienstagmorgen für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 140,0 ausgewiesen. Die von Mecklenburg-Vorpommern lag darunter: bei 119,8.

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( dpa )