Stralsund/Lage.

Ein Jahr nach ihrem Verschwinden hat die Polizei weiter keine heiße Spur von einer Frau, die zuletzt im Rotlichtmillieu in Stralsund tätig war. Wie eine Polizeisprecherin am Freitag erklärte, sei die 57-Jährige nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen vermutlich einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen. Dafür sprächen unter anderem der Zustand in der Wohnung, die sie in Stralsund genutzt hatte und die für Prostitutionszwecke angemietet gewesen war. Die aus Thailand stammende Frau lebte außerhalb ihrer Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern in Lage im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) und gilt seit dem 16. Januar 2020 als verschollen.

Kurz nach ihrem Verschwinden war von Angehörigen in Nordrhein-Westfalen eine Vermisstenmeldung aufgegeben worden. "Wir haben aber bisher keine Hinweise, dass die 57-Jährige die Region Stralsund/Rügen verlassen hat", sagte die Polizeisprecherin. Nach einer Veröffentlichung von Fahndungsfotos hatte es mehrere Hinweise gegeben, die aber ebenfalls nicht zu der Gesuchten führten. Suchaktionen in und um Stralsund und auf Rügen mit Booten, Hubschrauber und Leichenspürhunden brachten keinen Durchbruch bei den Ermittlungen. Auch Befragungen in Thailand hätten nichts Neues ergeben. Nun hoffen die Ermittler weiter auf Hinweise aus dem Umfeld der Gesuchten.