Bad Kleinen

Erste Erkenntnisse nach Crash von Regionalbahn mit Lastwagen

Polizei ermittelt wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung. Großer Schaden.

Bad Kleinen. Nach dem Zusammenstoß eines Zuges der Regionalbahn mit einem Lastwagen bei Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg) ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und der fahrlässigen Körperverletzung. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, wurden bei dem Unfall auf der Bundesstraße 106 am Mittwoch der Triebfahrzeugführer und ein Lkw-Fahrer verletzt. Beide konnten die Klinik aber schon wieder verlassen.

Der Gesamtschaden durch den Unfall am beschrankten Bahnübergang Zickhusen werde auf mehr als 800.000 Euro geschätzt.

Zugunglück: Strecke nach Kollision mit Lkw gesperrt

Bahnreisende müssten zwischen Bad Kleinen und Lübeck noch mindestens bis Montag auf Zugfahrten verzichten, hieß es von der Bundespolizei. Auch die Bundesstraße ist weiter gesperrt.

Nach ersten Untersuchungen fuhr ein Lkw-Fahrer mit Anhänger über den Bahnübergang und musste dort verkehrsbedingt zunächst halten, hinter dem Lkw stand ein zweiter Lastwagen. In der Zeit näherte sich ein Zug und die Schranken hätten sich sehr schnell geschlossen, sodass der Hänger des ersten Lastwagens nicht mehr vom Gleis kam. Der Zug stieß dagegen, riss die Lkw-Zugmaschine ab und 25 Meter weit mit.

Trümmerfeld am Bahnübergang

Augenzeugen sprachen von einem Trümmerfeld am Bahnübergang. Der Lkw-Fahrer und auch der Lokführer wurden bei dem Unglück nur leicht verletzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Alle neun Reisenden in der Regionalbahn und die Zugbegleiterin blieben unverletzt.

In die Ermittlungen sind die Statsanwaltschaft, die Dekra und die Bundestelle für Eisenbahnunfalluntersuchung eingeschaltet. Der zweite Lkw sei unbeschädigt geblieben, hieß es.