Unfall

Schwerlast-Lkw mit Windradturm stürzt Böschung hinunter

Am Igelsee bei Penkun (Mecklenburg-Vorpommern) liegt der Auflieger eines Schwerlasttransports mit einem Turmsegment für eine Windkraftanlage

Am Igelsee bei Penkun (Mecklenburg-Vorpommern) liegt der Auflieger eines Schwerlasttransports mit einem Turmsegment für eine Windkraftanlage

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Sechs Kilometer vor dem Ziel hat ein Schwerlast-Lkw mit einem 25 Meter langen und 60 Tonnen schweren Windradturm einen Unfall gebaut.

Penkun/Wartin. Sechs Kilometer vor dem Ziel ist ein Schwerlasttransporter trotz Polizeibegleitung an der Landesgrenze zwischen Vorpommern und der Uckermark in Brandenburg verunglückt. In der Nacht zum Dienstag rutschte zwischen Penkun (Kreis Vorpommern-Greifswald) und Wartin (Uckermarkkreis) der Auflieger des Lasters von der Fahrbahn und eine etwa acht Meter tiefe Böschung hinab.

Nach Polizeiangaben landete der Anhänger samt Ladung - ein 25 Meter langes und 60 Tonnen schweres Turmsegment für eine Windrad - in der Schilf- und Uferzone des Igelsees. Das Fahrtziel wäre in sechs Kilometern erreicht gewesen: ein Windpark nahe dem nordbrandenburgischen Luckow bei Wartin.

Der kleine See liegt direkt an der Landesstraße 284, die an der Unfallstelle einen leichten Rechtsknick macht. Die Zugmaschine hatte die Kurve bereits passiert. Warum der siebenachsige Hänger die Kurve nicht schaffte, wird noch geklärt. Experten halten auch einen technischen Defekt an der Hängerkonstruktion für möglich. Der 44-jährige Fahrer aus Dänemark blieb unverletzt. Um Anhänger und Turmsegment zu bergen, wird Spezialtechnik eingesetzt. Die Bergung dürfte mehrere Tage dauern.

Der rund 52 Meter lange Schwertransport war seit Tagen nachts aus Tschechien nach Nordbrandenburg unterwegs. Die Fahrt sei laut Fahrtenschreiber ordnungsgemäß verlaufen, berichtete die Polizei. Der Schaden wird auf mehr als 220.000 Euro geschätzt. Am Unfallort waren 30 Kräfte der örtlichen Feuerwehren im Einsatz, die unter anderem Bindemittel für Öl ausbrachten. Allerdings halte sich die Schadstoffmenge mit etwa 20 Litern in Grenzen.

( dpa )