Eintracht zwischen SV Beckdorf und VfL Fredenbeck

Niederlagen der Stader Drittliga-Handballer in Großburgwedel und Usedom

Fredenbeck/Beckdorf. In der 3. Liga sind sie Rivalen, ihr Punktspielprogramm liefern die Handballer des VfL Fredenbeck und SV Beckdorf aber fast einträchtig im Gleichschritt ab. Jetzt mussten beide Teams Auswärtsniederlagen einstecken. Für Fredenbecks Trainer Tomas Malmon ist die 29:32-Niederlage beim HSV Insel Usedom ein wenig zu hoch ausgefallen.

"Wir haben uns sehr teuer verkauft", sagte der Trainer. Bis zur 54. Minute führten die Fredenbecker sogar mit einem Tor. Erst die rote Karte nach der dritten Zweiminutenstrafe gegen Pascal Czaplinski führte den Gastgeber in der Pommernhalle in Ahlbeck auf die Siegerstraße. In Unterzahl kassierten die Fredenbecker drei Gegentore. Bis zur Pause hatte Fredenbeck einen Vier-Tore-Rückstand zum 17:17 wettgemacht. Das größte Problem war das Rückzugsverhalten. Immer wieder kam der heimstarke Gegner über die zweite und dritte Welle zu Toren. Personell musste der VfL Fredenbeck auf die Außen Michael Schmidt (Magen- und Darmgrippe) und Fabian Hesslein (beruflich) verzichten. Bester Schütze war mit elf Treffern (davon zwei Siebenmeter) Maciek Tluczynski. Lars Kratzenberg warf sieben Tore. Im letzten Spiel des Jahres trifft der VfL Fredenbeck am Sonnabend in der Geestlandhalle auf den SC Magdeburg II.

Ohne Maris Versakovs, Markus Bowe und Thorsten Detjen hatte der SV Beckdorf beim Auswärtsspiel bei der TS Großburgwedel mit Personalproblemen zu kämpfen. Die haben sich dann auch gleich noch verstärkt, als in der 12. Minute Jens Westphal Rot sah. "Dadurch mussten wir ohne Kreisläufer auskommen", sagte Trainer Uwe Inderthal und nannte damit einen Grund für die 26:29 (11:17)-Auswärtsniederlage. Die zweite Ursache lässt sich am Halbzeitergebnis ablesen. Inderthal: "Zur Pause war eigentlich schon klar, dass wir verlieren würden. Wir haben eine Halbzeit total verschlafen." Und die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs noch dazu. Da hieß es 13:22. Was möglich gewesen wäre, demonstrierten Beckdorfs Handballer in den folgenden zehn Minuten, verkürzten den Spielstand auf 22:23. Inderthal: "In dieser Phase haben wir alles richtig gemacht." Das war es dann aber auch. Bis auf Stefan Völkers (elf Treffer) erreichte kein Beckdorfer Normalform. Henning Scholz war mit sechs Treffern zweitbester Werfer. Ein ausgeglichenes Punktverhältnis zur Weihnachtspause kann Beckdorf nicht mehr erreichen. Zum letzten Spiel des Jahres kommt der HSV Insel Usedom nach Beckdorf.