Handball

HV Lüneburg: Tiefflug und drohender Zerfall

Nun ist es amtlich. Die Handballfrauen des HV Lüneburg sind nach dem 22:25 (8:9) gegen BSV 93 Magdeburg rechnerisch nicht mehr vorm Abstieg aus der Regionalliga Nord zu retten.

Lüneburg. War es ein Fehler, nach dem sportlichen Abstieg im Vorjahr doch noch in der dritten Liga anzutreten, nachdem zwei Vereine zurückzogen? "Das muss man im Nachhinein bejahen", sagte Interimstrainerin Tina Asmussen, die ihren Vorgänger Oliver Peters vor einem Monat ablöste.

Die Ablösung erfolgte hinsichtlich der neuen Saison, da einige Aktive angedeutet hatten, unter Peters möglicherweise nicht weiterzumachen. Doch trotz des Trainerwechsels droht nun ein Auseinanderbrechen. Schließlich wollen Kristin Clausen, Anna Suckow, Magdalena Riecken und Celia Renz den Verein verlassen. "Das stand aber schon seit längerem fest, dass dieses Quartett aus beruflichen Gründen weggehen wird", sagte Asmussen. Ungewiss ist noch die sportliche Zukunft von Gesche Bitter, der Schwester von HSV-Nationaltorhüter Johannes Bitter, und von Felicitas Petersen, die zurzeit in England weilt und ein Doppelspielrecht für Lüneburg und für Zweitliga-Spitzenreiter SGH Rosengarten hat. Hinsichtlich des anstehenden Neuaufbaus mit verbliebenen Aktiven und Spielerinnen der Landesliga-Zweiten mutet es verwunderlich an, dass ein neuer Trainer erst in "drei bis vier Wochen" (Handball-Obfrau Anja Mussmann) präsentiert werde. Gegen Magdeburg waren vor allem die Halbpositionen schwach. Haupttorschützinnen waren Celia Renz (6) und Jennifer Kautz (4) für das Team, das am Sonnabend, 16.30 Uhr, den HSV Haldensleben erwartet.