Handball: DHBV-Pokalwettbewerb

Stades Frauen wollen Bundesligisten ärgern

Anna Szymanska vom VfL Stade hat eine besondere Beziehung nach Westfalen. Bevor die Torhüterin in den Norden kam, spielte sie bei der HSG Blomberg/Lippe in der Bundesliga.

Stade. Heute steht "Poldi" beim VfL Stade zwischen den Pfosten - am Sonnabend kommt es für Anna Szymanska zum sportlichen Vergleich mit ihrem ehemaligen Klub. Für den VfL Stade ist die Begegnung in der dritten Runde des DHBV-Pokalwettbewerbs gegen den Bundesligisten ProVital Blomberg/Lippe das Saison-Highlight. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt Trainerin Trula Diminidis. Und auch wenn die sportlichen Rollen der beiden Kontrahenten von Anfang an klar verteilt sind, haben sich die Damen des VfL Stade einiges vorgenommen. Handball mit Spaß spielen und den Favoriten aus der Bundesliga so lange wie möglich ärgern, das ist die Devise, die Trula Diminidis ihren Mädchen mit auf den Weg gibt. Ein ordentliches Ergebnis wäre für die Trainerin nachträglich das schönste Geburtstagsgeschenk, am Donnerstag wurde die Marketingfachfrau 34 Jahre alt. Am Sonnabend wird nach dem "Spiel des Jahres" bei der Trainerin zu Hause gefeiert - auf Drängen und Wunsch der Mannschaft. Zunächst allerdings steht am Sonnabend um 18.15 Uhr in der Sporthalle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums an der Glücksstädter Straße die Pokalaufgabe gegen den Erstligisten bevor. Ein ungleiches Duell. Blomberg/Lippe ist aktueller Tabellendritter in der Bundesliga, der VfL Stade hat sich als Aufsteiger in die Regionalliga als Tabellenvierter etabliert. Der Bundesligist von Trainer Andre Fuhr nimmt die Partie durchaus ernst, Ziel aller Teams ist die Pokalendrunde. Stades Damen bereiten sich wie immer auf ein Pflichtspiel vor. "Warum etwas Besonderes machen", sagt Trula Diminidis. (ka)