Handball: Robert-Schumann-Turnier in Oldenburg

Buxtehudes Frauen im Finale gestoppt

Das BSV-Team musste sich im Endspiel um das Wunderhorn dem Gastgeber VfL mit 21:24 geschlagen geben

Buxtehude. Trainer Dirk Leun vom Buxtehuder SV hat beim Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn viel Positives bei seinen Bundesliga-Frauen gesehen. Der Trainer sagt aber auch, dass es bis zum Saisonstart am 5. September beim VfL Sindelfingen noch viele Baustellen gibt, die zu bearbeiten sind. Dennoch hinterließen die BSV-Frauen sportlich einen glänzenden Eindruck bei diesem internationalen Traditionsturnier, das seit 1986 ausgetragen wird. Erst im Finale wurde der Buxtehuder SV bei seiner 13. Turnierteilnahme gestoppt - vom gastgebenden Bundesliga-Konkurrenten VfL Oldenburg, der mit 24:21 zu seinem dritten Turniersieg kam.

Die Buxtehuderinnen lieferten im Endspiel eine schwache erste Halbzeit ab, warfen das erste Feldtor nach 19 Minuten. Zu wenig, um gegen die hochmotivierten Oldenburgerinnen zu bestehen. Erst in der zweiten Hälfte entdeckte der BSV seinen Kampfgeist, zeigte Moral und sorgte mit sechs Toren in Folge nach einem 15:24-Rückstand doch noch für einen versöhnlichen Abschluss.

Bis zum Halbfinale hatte sich der Buxtehuder SV von seiner besten Seite gezeigt. Nach drei überzeugenden Siegen am ersten Tag gegen den VfL Oldenburg II (27:11), Toulon St-Cyr Var aus Frankreich (23:13) und SPR Asseco BS Lublin aus Polen (21:19) hatten sich die BSV-Damen in die Herzen der Fans in Oldenburg gespielt und für ihr konzentriertes und geschlossenes Auftreten nur Lob bekommen. Und auch im Halbfinale gab es ein 20:13 gegen den Bundesligakonkurrenten Frankfurter HC. Trainer Dirk Leun freute sich vor allem über die gute Deckungsarbeit seiner Frauen, im Angriff wirkte das Team zielorientiert, wie es der Trainer formulierte. Auch wenn Dirk Leun viel wechselte, gab es keinen Leistungsabfall. "Wir sind in dieser Saison breiter aufgestellt", sagte der Trainer. Und alle Spielerinnen haben sich in der Vorbereitung weiter entwickelt. So wie Susanne Henze, die im Finale mit vier Toren in Folge ihre Stärken zeigte und bewies, dass sie nach ihrer Schwangerschaft auf dem Weg zu alter Leistungsstärke ist.

Ein Wiedersehen gab es für einige BSV-Spielerinnen mit dem französischen Trainer Thierry Vincent, der vor drei Jahren mit Cerle Dijon Bourgogne den BSV im Halbfinale des Europapokals stoppte. Heute trainiert Vincent das Team Toulon St-Cyr Var und verlor gegen Buxtehude.

Das letzte Testspiel vor dem Saisonstart bestreitet der BSV am Freitag (17.30 Uhr) bei Provital Blomberg/Lippe.