Fußball-Oberliga Niedersachsen

FC Hansa: Nach Galavorstellung im Pokal geht es nach Cuxhaven

Den Fußballspielern vom Oberligisten FC Hansa Lüneburg ist der zeit keine Verschnaufpause vergönnt.

Lüneburg. Nach dem überzeugenden 6:1 (2:1)-Sieg im Wettbewerb um den Niedersachsenpokal gegen den MTV Gifhorn steht am Sonntag, 15 Uhr, bei Rot-Weiss Cuxhaven das erste Auswärtsspiel in der Oberliga Niedersachsen auf dem Programm.

Nach der Gala-Vorstellung am Mittwochabend hat die Besatzung der Hansa-Kogge allen Grund, selbstbewusst an die Nordsee zu schippern. Denn nach einer weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit drehte die Elf von Trainer Ralf Sievers nach dem Seitenwechsel vor begeisterten 200 Zuschauern mächtig auf und deklassierte die Gäste. Bereits im ersten Durchgang hatten Eugen Krasnikov (6.) und Felix Beck (40.) die Weichen - trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichtreffers in der 22. Minute - auf die Erfolgsspur gestellt. Ab der 57. Minute war ein munteres Scheibenschießen angesagt. Paul Herbst, Beck (70.) und Krasnikov (76.) jeweils zum zweiten und Abdurraham Kabay (86.) schraubten das Resultat auf 6:1 hoch. Lüneburgs Trainer Sievers, der Gifhorn als Favoriten gesehen hatte, wollte das erstaunliche Resultat jedoch nicht überbewerten: "In der ersten Hälfte war das eine enge Kiste." Im zweiten Durchgang habe sich bestätigt, dass es Auswärtsteams bei Abendterminen häufigschwer hätten. Hintergrund: Die Gäste aus Gifhorn mussten nicht nur auf mehrere Stammspieler verzichten, sondern standen auch so lange Zeit im Stau, so dass die Begegnung erst mit einer viertelstündigen Verspätung angepfiffen werden konnte.

Ein ähnliches Schicksal dürfte Hansa angesichts des Nachmittagtermins am Sonntag in Cuxhaven erspart bleiben. Dennoch sind die Lüneburger gewarnt. Der starke Aufsteiger aus der Bezirksoberliga brachte am ersten Spieltag einen Punkt aus Hildesheim mit und kanzelte den SV Drochtersen/Assel wochentags im Pokalspiel mit 6:3 ab. "Da brauche ich meinen Jungs nicht mehr viel über den Gegner erzählen", betont Sievers, der bei Rot-Weiss Cuxhaven auf den wieder genesenen Abwehrstrategen André Berger zurückgreifen kann.