Lüneburg

Schwimmtrainer wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht

Der Angeklagte sitzt vor Prozessbeginn mit einem Ordner vor seinem Gesicht im Landgericht Lüneburg. Der 26-Jährige soll als Trainer und Betreuer einer DLRG-Ortsgruppe mehrere Kinder in Lüneburg und anderen Orten sexuell missbraucht haben.

Der Angeklagte sitzt vor Prozessbeginn mit einem Ordner vor seinem Gesicht im Landgericht Lüneburg. Der 26-Jährige soll als Trainer und Betreuer einer DLRG-Ortsgruppe mehrere Kinder in Lüneburg und anderen Orten sexuell missbraucht haben.

Foto: Philipp Schulze/dpa

Der 26-jährige Lehramtstudent soll von 2015 bis 2019 in Lüneburg und anderen Orten sieben Jungen missbraucht haben.

Lüneburg. Sexueller Missbrauch von Kindern wird einem ehemaligen Schwimm- und Fußballtrainer vorgeworfen, gegen den seit Dienstag vor dem Landgericht Lüneburg verhandelt wird. „Der Angeklagte wird sich zu den Vorwürfen äußern“, kündigte der Verteidiger des 26-Jährigen zu Prozessbeginn an.

Die Öffentlichkeit wurde am Dienstag für die Dauer des Verfahrens ausgeschlossen, nicht nur für die spätere Vernehmung der Zeugen. Die Vorsitzende Richterin der 5. großen Jugendkammer begründete diesen Schritt mit dem Schutz der Opfer, aber auch dem des Angeklagten.

Der ehemalige Schwimmtrainer soll sieben Jungen missbraucht haben

Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, als Trainer und Betreuer einer Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft zwischen Juli 2015 und Februar 2019 in Lüneburg und anderen Orten sieben Jungen missbraucht zu haben.

Der Jüngste soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lüneburg 9 oder 10 Jahre alt gewesen sein, der Älteste 15. Zudem soll der 26-Jährige laut Anklage kinderpornografische Schriften besessen haben. Mit Blick auf den Opferschutz hatte das Gericht schon vor Prozessbeginn keine näheren Angaben zu den Tatvorwürfen machen wollen.

Die Ermittlungen waren nach Hinweisen der DLRG im vergangenen April ins Rollen gekommen, wo der 26-Jährige als Betreuer Jugendfreizeiten begleitet hatte. Dabei soll es zu Übergriffen gekommen sein.

Der junge Mann wurde im Juli im nordrhein-westfälischen Münster verhaftet. Seitdem sitzt der Student in Untersuchungshaft, er wollte Lehrer werden. Bis zum 13. Februar hat die Kammer zunächst insgesamt acht Verhandlungstermine angesetzt.