IHK erhöhte Gebühren für Betreuung

Ausbildende Betriebe werden künftig stärker zur Kasse gebeten

Lüneburg. Ausbildende Betriebe im Kammerbezirk der IHK Lüneburg-Wolfsburg müssen für die Betreuungsleistungen der Kammer tiefer in die Tasche greifen: Auf Beschluss der Vollversammlung der IHK erfolgt in zwei Stufen ab dem Ausbildungsjahr 2011/2012 eine Gebührenanpassung.

Die Gebühren steigen insgesamt zwischen 60 und 105 Euro. Bei einem dreijährigen Ausbildungsvertrag bedeutet dies ab 2011 für den Betrieb eine Steigerung zwischen 1,67 Euro und 2,92 Euro pro Monat. Einen Ausgleich soll es für Betriebe geben, die eine besonders gute Ausbildung bieten: Ihnen werden die Gebühren erstattet.

"Der Prüfungs- und der Beratungsaufwand ist durch neue rechtliche Vorgaben teils erheblich gestiegen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. "Diese Mehrkosten, auf die wir selbst keinen Einfluss haben, müssen wir weitergeben." Die Vollversammlung habe als Ziel vorgegeben, dass 50 Prozent der Kosten aus der Betreuung der Ausbildungsverhältnisse von den Betrieben getragen werden sollen. Die andere Hälfte wird aus dem allgemeinen Beitragsaufkommen aller Mitgliedsunternehmen bezahlt. Das Ziel der hälftigen Kostenteilung wird ab der zweiten Stufe 2012 wieder erreicht."

Entlastet wird ein Teil der Betriebe mit einer bundesweit einmaligen Regelung, die besonderes Ausbildungsengagement belohnt. Danach wird den Ausbildungsbetrieben die Betreuungsgebühr für die Bezirksbesten - Prüflinge mit mehr als 92 Punkten und diejenigen, die zu den drei Besten ihres Berufes im Bezirk zählen - erstattet.