Stadt schließt Turnhalle am Kreideberg

Nachdem vier Schüler ärztlich betreut werden mussten, soll die Lüftung überprüft werden

Lüneburg. Die Stadt Lüneburg sperrt die neue Sporthalle am Kreideberg vorübergehend für den Schulbetrieb. "Fünf Viertklässler haben in den letzten Tagen während des Sportunterrichts Kreislaufprobleme bekommen. Die Schule hatte dankenswerterweise schnell für eine ärztliche Betreuung gesorgt und uns umgehend informiert. Wir sind mit der Schulleiterin in Kontakt, den Kindern soll es schon wieder besser gehen. Aber natürlich wollen wir der Ursache auf den Grund gehen", sagt Lüneburgs Erster Stadtrat und Schuldezernent Peter Koch.

Vermutlich gab es Probleme mit der Belüftung, in der Halle sei es zu heiß und stickig geworden. "Während der Untersuchungen schließen wir die Halle jedoch vorsorglich für den Schul- und Vereinsbetrieb. Wir machen keine Experimente", so Koch.

Derzeit werten Mitarbeiter der Stadt die Daten eines Computers aus, die Belüftung der Halle steuert. "Dabei können wir feststellen, wie hoch die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit in den letzten Tagen in der Halle gewesen sind", erklärt Stadtbaurätin Heike Gundermann.

Es zeigt sich dann, ob die Lüftung richtig gearbeitet hat. "Zusätzlich ziehen wir Experten vom Bremer Umweltinstitut zu Rate, ob möglicherweise eine Raumluftmessung notwendig ist", so Gundermann. Am Dienstag nahmen Fachleute die Halle in Augenschein und berieten über das weitere Vorgehen aus.

Bei gutem Wetter absolvieren die Schülerinnen und Schüler den Sportunterricht nun draußen, die Vereine legen eine kurze Pause ein. "Wir können noch nicht sagen, wie lange die Halle geschlossen bleibt. Allerdings müssten wir im Notfall höchstens zweieinhalb Wochen überbrücken, dann sind Sommerferien", sagt Schuldezernent Peter Koch.