Aktion

Filmfestival thematisiert Probleme junger Menschen

Um junge Menschen auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam zu machen, hat ein Bündnis aus zwölf regionalen Initiativen ein Jugend- und Schulfilmfestival organisiert (Rundschau berichtete).

Lüneburg. "Ausnahmezustand/Verrückt nach Leben" titelt die Aktion unter der regionalen Schirmherrschaft von Bürgermeister Gerhard Scharf und dem Sänger und Songwriter Pascal Finkenauer. Gestern wurde das Festival feierlich eröffnet.

Hauptorganisator Kevin Dadaczynski vom Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften (Zag) sagte: "Wir wollen mit diesem Fest einen Anstoß geben und dafür sorgen, dass das Thema in der Öffentlichkeit präsenter wird." Der Film biete dazu eine gute Möglichkeit, erklärte Schirmherr Finkenauer, "denn durch das Medium werden die Situationen von Menschen in Ausnahmezuständen fühlbar gemacht."

Insgesamt sechs Filme thematisieren Probleme, Krisen, Ängste, Hoffnungen und Träume junger Menschen. Mal geht es um das Leben mit einer psychisch kranken Mutter, mal um die Gefühle eines ehemaligen Kindersoldaten aus dem Sudan. Aber auch selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen oder Selbsthilfe via Internet werden angesprochen. Wie sich jungen Menschen in einem emotionalen Ausnahmezustand fühlen, zeigten sehr anschaulich Jugendliche des Theaters im e.novum.

Mit ihrer Kurzvorführung von einem gewaltbereiten jungen, einem gemobbten Homosexuellen, eine magersüchtigen jungen Frau und einem Schüler, der sich nicht beachtet fühlt, sorgten Hannes Krause, Ole Pahl, Maj-Britt Wesemeyer und Eduardo Bracho für Gänsehaut bei den Gästen. Noch bis Freitag, 11. September zeigt das Scala Programmkino die Festival-Filme. Die Vormittagsvorstellungen für Schulen sind allerdings nahezu ausgebucht.

Begleitend ist eine im Haus der Jugend, Katzenstraße 1, die Ausstellung "8ung in der Schule" zu sehen. Die Wanderausstellung will Schülern und Lehrkräften einen Anstoß für Diskussionen und Projekte zum Umgang mit Gewalt und Konflikten geben. Geöffnet ist täglich von 14 Uhr an. Weitere Infos zum Festival im Internet.

www.ausnahmezustand-filmfest.de