ParkLokal: Alternative zum Trubel in den Straßen

Chill Out im Clamartpark

Seit vier Jahren organisiert eine Initiative aus ehemaligen Studenten ein kleines Fest im Grünen.

Lüneburg. Fast das ganze Jahr liegt der Clamartpark zwischen Haagestraße und Friedensstraße einsam da. Erst zum Stadtfest wird das anders, dann ist die Grünfläche vor der Hauptschule Stadtmitte das"ParkLokal".

"Wir finden es schön, mitten diesen Ort mitten in der Stadt für uns nutzen zu können", sagt Max Henker. Gemeinsam mit zehn weiteren Aktiven, alles ehemalige Leuphana Studenten, gründete Henker im Juni 2005 den Verein "Freunde, Freundinnen und Club der Kulturwelten e.V." (FCKW).

In diesem Jahr bietet FCKW zum 5. Mal zum Stadtfest eine Alternative zu den reinen Amüsiermeilen in den Fußgängerzonen: Ein breites Kulturprogramm findet im ParkLokal statt. Auch im Clamartpark spielen Musikbands, doch es werden auch ein Designer- und Kunsthandwerkermarkt, die Grammophon-Lounge, ein Sänger- Slam sowie Spiele angeboten: "Wir möchten für Jeden etwas dabei haben. Es ist ein Programm für die gesamte Familie", sagt Maiko Fried vom Veranstalter.

Kulturwissenschaftler, Sozialpädagogen, Wirtschaftswissenschaftler und Pädagogen sorgen bei FCKW dafür, dass Lüneburgs Kulturszene beim Stadtfest ausgefallene Events vorzeigen kann. "Lüneburg hat sich einen guten Ruf in der Szene erkämpft", sagt Thore Debor von FCKW. "Da ist zum Beispiel das AStA Wohnzimmer und das Lunatic Festival. Damit hat sich der Standort einen Namen gemacht."

Wichtig ist den Veranstaltern die Atmosphäre im Park: "Wir wollen alle ansprechen, die sonst nicht zum Stadtfest kommen würden. Deshalb gibt es bei uns besondere Musikrichtungen und eine After Show Party in der Wunderbar. Wer möchte, kann sich auch einfach Entspannung im Grünen gönnen. ", sagt Christian Müller.

Der Einsatz bei FCKW ist für alle Beteiligten ein freiwilliges Engagement: "Finanziell sind wir bei plus minus Null. Das Geld kommt nur über die Getränke rein, Eintritt verlangen wir nicht", sagt Christian Müller. Glücklicherweise helfen Viele mit: "Wir haben einen Kreis von 50 bis 60 freiwilligen Helfern, die mit anpacken." Organisiert wird das ParkLokal jeweils schon ab Dezember des Vorjahres: "Da beginnt die Suche nach geeigneten Bands", sagt Max Henker. Das kleine Fest soll eine Alternative zu dem lauten Jahrmarkt beim Stadtfest sein, so die Veranstalter. Dabei setzen die jungen Aktiven von FCKW immer wieder neue Schwerpunkte: "Wir probieren etwas aus und überlegen, was man verändern kann", sagt Maiko Fried.

In diesem Jahr gibt es eine Neuheit: "Der Singer- und Songwriter Slam, da tragen Barden ihre Lieder vor. Das Publikum entscheidet über den besten Beitrag", sagt Christian Müller.

Open Air am Sonnabend soll der Slam ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen Unterhaltung für alle Generationen sein. Für ein gelungenes Fest äußert Maiko Fried noch einen Wunsch: "In diesem Sommer möchten wir bitte keinen Regen haben", sagt Maiko Fried.

www.parklokal.de