Kommentar: Manchmal ist es falsch,gleich zu zahlen

Manchmal ist es falsch, gleich zu bezahlen

Wenn das Geld im Portemonnaie für den Lebensunterhalt nicht ausreicht, kommt bei manchem die Fantasie ins Spiel.

Da war doch mal der italienische Bäcker Stefano I. (41) aus Hamburg, der im Frühjahr und Sommer 2007 für Schlagzeilen sorgte, weil er als "falscher Polizist" auf Autobahnen zwischen Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zumeist ausländische Autofahrer wegen zu schnellen Fahrens abkassierte. Wie viel selbstbewusster kann da ein echter Polizist - der mutmaßlich in Geldschwierigkeiten steckt - auftreten, wenn er Verkehrssünder auf ihre Vergehen anspricht und ihnen ganz professionell den Strafenkatalog runterbetet. Logisch, wer als Sünder ertappt wird, der versucht, möglichst billig davonzukommen und die Strafe an Ort und Stelle zu bezahlen. In Niedersachsen ist das Bezahlen von Verwarngeld bis maximal 35 Euro beim Polizisten gegen Quittung immer noch gängige Praxis und die Rechtmäßigkeit deshalb im ersten Moment auch nicht anzuzweifeln. In Hamburg ist das anders. Da kommt der Bescheid per Post.