Landwirtschaft

Impfungen gegen Blauzungenkrankheit

Halter von Rindern, Schafen und Ziegen sollten sich schnell um die Impfung ihrer Tiere kümmern. "Die Impfaktion zum Schutz der Tiere läuft viel zu schleppend an und die Zeit wird eng", erklärt Jochen Gronholz, Mitarbeiter des Veterinäramtes des Landkreises Lüneburg.

"Bis Ende Mai müssen alle Tiere den Impfstoff erhalten haben." Bisher hat nicht einmal die Hälfte aller Halter ihre Tiere geimpft. Dabei ist der Schutz vor dem Virus der Blauzungenkrankheit, Serotyp 8, bundesweit angeordnet. "Wir sind verpflichtet, bei Verstößen ein Bußgeld zu erheben, da es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt", so Gronholz weiter. Deswegen appelliert das Veterinäramt an alle Tierhalter, sich noch in den kommenden Wochen um die Impfung zu kümmern.

Für die bereits in 2008 geimpften Tiere erfolgt die jährliche Nachimpfung. Die Impfung der Tiere, dazu gehören Rinder, Schafe und Ziegen, im impffähigen Alter - bei Schafen und Ziegen sind das drei Monate, bei Rindern je nach Impfstoffhersteller zwischen einem und drei Monate - muss bis Sonntag, den 31. Mai, abgeschlossen sein.

Neu ist, dass auch Ziegenhalter bei der Grundimmunisierung, wie bei Rindern, ihre Tiere zweimal im Abstand von drei bis vier Wochen impfen lassen müssen. Die Grundimmunisierung der später geborenen Tiere hat zeitnah mit Erreichen des impffähigen Alters zu erfolgen. So kann insgesamt für die Hauptflugzeit der virustragenden Insekten ein ausreichender Impfschutz erreicht werden. Nur Mastrinder in ganzjähriger Stallhaltung sind von der erlassenen Impfpflicht ausgenommen.

Tierhalter sind verpflichtet, ihren Hoftierarzt mit der Durchführung der Impfung zu beauftragen und sollten sich rechtzeitig mit ihm in Verbindung setzen. Die Niedersächsische Tierseuchenkasse übernimmt in diesem Jahr nur noch die Kosten für den Impfstoff. Die Kosten für den Tierarzt müssen vom Tierhalter selbst getragen werden. (stb)