Sanierung

Vom Alten Kaufhaus bleibt nur die Fassade

Die Arbeiten liegen im Zeitplan, am 1. Februar 2010 soll ein neues Hotel im Alten Kaufhaus eröffnet werden.

- Komplett verhängt ist deshalb zurzeit die Seite des Hauses zur Ilmenau. Hinter den großen Planen wird das Gebäude für insgesamt sieben Millionen Euro rundherum erneuert. Übrig bleiben wird nur die historische Fassade.

Und das Stahlbetongerüst. "Jeder Klinker, jedes Fenster, jeder Dachstein wird neu sein", sagt Ulf Reinhardt, Geschäftsführer der Lüneburger Claassen Holding, Investor des Millionen-Projekts. "Am Ende wird das Gebäude praktisch wie ein Neubau sein, auch energetisch."

Zurzeit läuft noch der Rohbau. Im Mai wird die Verklinkerung gemacht, im Juli soll der Rohbau abgeschlossen sein. Dann werden Passanten schon denken, nun sei alles fertig, aber dann geht es drinnen erst richtig los. Für den Innenausbau sind noch einmal sechs Monate geplant. 83 Zimmer der Kategorie drei Sterne plus Sauna- und Fitnessbereich werden entstehen, außerdem ein Kunstcafé und zwei Veranstaltungsräume im Kopfteil des Gebäudes. "Dort werden auch Trauungen möglich sein", kündigt Reinhardt an. Der Keller des ehemaligen Feuerwehrhauses wird zu einer 400 Quadratmeter großen Galerie. Dort sollen wechselnde regionale Künstler ihre Werke ausstellen können.

Auch die Straße wird im Zuge der Umbauarbeiten saniert: Für 365 000 Euro ersetzen zukünftig Betonsteine in Kopfsteinpflaster-Optik den Asphalt. Bezahlt wird das aus der Städtebauförderung für die Sanierung des Wasserviertels.

Übrig bleibt vom alten Kaufhaus übrigens noch etwas mehr als die Fassade und das Stahlbetongerüst - nämlich der Name. So wird das Hotel "Altes Kaufhaus" heißen. (carol)