Investition

Im Gymnasium Wentorf wird gekocht wie die Profis

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Angela Paus, Vorsitzende des Vereins, zeigt stolz den neuen Kühlraum. Angela Paus, Vorsitzende des Vereins, freut sich über die neue Küchenausstattung. 

Angela Paus, Vorsitzende des Vereins, zeigt stolz den neuen Kühlraum. Angela Paus, Vorsitzende des Vereins, freut sich über die neue Küchenausstattung. 

Foto: Stephanie Rutke

Die Mensaküche war in die Jahre gekommen. Mit der Modernisierung konnten auch die Arbeitsabläufe verbessert werden.

Wentorf. 215.000 Euro hat die Gemeinde Wentorf investiert, um die Küche der Cafeteria im Gymnasium zu sanieren. Fördergelder gab es nicht. Jetzt strahlt „das Herz der Schule“ in neuem Glanz. Die Cafeteria wird von Eltern ehrenamtlich geleitet und betrieben als Verein Cafeteria Gymnasium Wentorf. Dieses Konstrukt ist einzigartig im Land. Die 1032 Schülerinnen und Schüler und das Kollegium wissen das Angebot zu schätzen.

Umbauten, um die Arbeit der Helfer effektiver gestalten zu können

Jetzt besuchten Bürgermeister Dirk Petersen und der Architekt Rodja Groß, Mitarbeiter im Immobilienmanagement der Gemeinde, das Gymnasium. Schulleiter Matthias Schmidtke zeigte zusammen mit dem Team der Cafeteria den Umbau. „Hier wurden 215.000 Euro investiert, und es hat sich wirklich gelohnt“, lautete das einhellige Fazit. Der Umbau hatte in den Weihnachtsferien begonnen.

„Uns kam der Lockdown ganz gelegen“, berichtete Groß. Die Bauarbeiten konnten in Ruhe ausgeführt werden. Die alte Küchenausstattung hatte nach 15 Jahren ausgedient. Um effizienter arbeiten zu können, waren Umbauten nötig geworden.

Vorbereitungsraum, Lager, einen Wäsche-, Umkleide-, Sanitärräume und Kühlraum

Neu eingebaut wurden ein Kochblock mit zwei Kombidampfgarern, ein Herd und eine Kippbratpfanne – die Ausstattung einer Profiküche. Zudem bedeutet die Umgestaltung der hinteren Räume ein Plus für die ehrenamtlichen Kochteams: „Hier gibt es jetzt einen Vorbereitungsraum, ein separates Lager, einen Wäsche- und Umkleideraum mit Sanitärräumen und ganz neu einen richtige Kühlraum“, zählt Angela Paus, Vorsitzende des Vereins, auf. Bisher waren einige Räume zu klein und unpraktisch aufgeteilt.

Es ist nicht einfach, genügend ehrenamtliche Helfer zu finden. Deshalb mussten die Arbeitsbedingungen verbessert werden, um die Teams zu entlasten. „Dafür haben wir Workshops veranstaltet“, berichtete die zweite Vorsitzende, Claudia Duwe, die sich um die strategische Planung kümmert.

Wertvolle Tipps von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung

Sie hat Kontakt aufgenommen zur Vernetzungsstelle Schulverpflegung, einer Institution, die Schulen rund um das Thema Essen berät. „Wir arbeiten jetzt effizienter und nachhaltiger“, freut sie sich.

In Spitzenzeiten werden bis zu 200 Mahlzeiten ausgegeben. Täglich gibt es warme Gerichte, vegetarische Alternativen und Salate, die bei den Schülern und Lehrern viel Anklang finden.

Nudeln mit Tomatensoße und Eierpfannkuchen sind die Renner

Ein wichtiger Aspekt ist das gemeinsame Essen der Schüler, die manchmal mit der ganzen Klasse kommen und es lieben, zusammen an den langen Tischen Platz zu nehmen. „Das ist für das soziale Gefüge unheimlich wichtig“, sagte Claudia Duwe.

Jetzt hoffen alle, dass der Betrieb bald wieder normal läuft. Aktuell werden aufgrund der Pandemie täglich nur maximal 70 Essen ausgegeben. „Unser Renner sind nach wie vor Nudeln mit Tomatensoße und Eierpfannkuchen“, so Angela Paus. In der vergangenen Woche wurden an einem Tag 180 Eierpfannkuchen gebacken.

Elternträgerverein der Cafeteria sucht noch Mitstreiter

Aktuell engagieren sich im Cafeteriaverein 50 Ehrenamtliche, die meisten von ihnen sind Mütter. „Wir brauchen dringend Verstärkung“, sagte Claudia Duwe. Ob für den Brötchendienst am Morgen oder in der Küche beim Kochen, ob regelmäßig, nur an bestimmten Tagen oder als Springerkraft – hier ist jeder willkommen. „In der Mensa kann wirklich jeder mitarbeiten, egal, ob es einen direkten Bezug zur Schule gibt“, warb Claudia Duwe. Wer Interesse hat, ruft das Sekretariat an, Telefon (040) 725 45 00.

( ru )

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