Verkehrsberuhigung

Arbeitsgruppe für die Hauptstraße in Wentorf

Günter Weblus (FDP-Fraktionschef) mit dem Rad an der Hauptstraße.

Günter Weblus (FDP-Fraktionschef) mit dem Rad an der Hauptstraße.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

FDP beantragt Arbeitsgruppe für verkehrliche Beruhigung. Mitbestimmen sollen Anwohner, Unternehmer, Senioren und junge Leute.

Wentorf. Täglich rasen etliche Autos über die Hauptstraße in Wentorf – Tempo 30 wird hier ebenso missachtet wie rechts vor links. Radfahrer fahren auf den Gehwegen und auf der Straße in der falschen Richtung. Und außerdem wird die Straße immer wieder von Bergedorfern und Reinbekern als Durchfahrt genutzt. Die offizielle Ortsumgehung führt jedoch schon lange über den Süd- und den Ostring.

„Tägliche Jagdszenen“ auf der Hauptstraße ärgern nicht nur Günter Weblus (FDP-Fraktionschef). Für seine Fraktion beantragt er jetzt, eine ergebnisoffene Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, um ein Verkehrskonzept für die Hauptstraße zu erarbeiten. Dass etwas passiert, ist für Weblus längst überfällig: „Es vergeht kaum eine Sitzung, ohne dass ich das Thema Hauptstraße anspreche“, sagt der FDP-Fraktionschef und Ortsverbandsvorsitzende.

Geschäftsleute, Senioren und junge Leute einbeziehen

Alle Fraktionen seien sich einig, hier müsse etwas passieren. Nur fehle noch der Konsens über das Wie. „Bei der Arbeitsgruppe geht es darum, Ideen zu sammeln, zu strukturieren und sortieren. Und darum, Beschlüsse vorzubereiten“, sagt Weblus. Es sollen konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung erarbeitet und Nebeneffekte auf Anrainerstraßen und Auswirkungen auf die Geschäftswelt identifiziert werden. Das Ergebnis: ein Verkehrskonzept für die Hauptstraße.

Mit im Boot sein sollen neben je einem Fraktionsmitglied des Liegenschaftsausschusses und Vertretern der Verwaltung auch jene des Senioren- sowie des Kinder- und Jugendbeirats und die Wirtschaftsinitiative Wentorf. Ideen von Anwohnern sollen ebenso willkommen sein wie bei Bedarf Meinungen eines Experten.

Shared Space, Poller oder Tempo 20

Ob die verkehrliche Beruhigung durch bauliche Veränderungen geschieht, wie etwa durch Poller oder den Ausbau zum sogenannten Shared Space, dafür ist Günter Weblus offen. Die Einrichtung eines Shared Space auf der Hauptstraße hatte die SPD bereits beantragt, jedoch keine Mehrheit gefunden. In der Gemeindeverwaltung werde Tempo 20 für die Hauptstraße favorisiert. „Aber das bringt nichts, wenn sich keiner daran hält“, so Weblus. Ihm wäre es lieb, wenn Geschwindigkeitsbegrenzung und Einhaltung der Verkehrsregeln verstärkt kontrolliert würden. „Aber da mangelt es an Personal“, sagt er.

Am liebsten wäre dem FDP-Politiker, eine Lösung zu finden, um die Attraktivität der Hauptstraße für den Durchgangsverkehr zu mindern. Das Ergebnis: mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. So würden sich im besten Falle auch Radler auf die Straße und runter von den Gehwegen trauen.

Abstimmung im Liegenschaftsausschuss

Über den FDP-Antrag diskutieren die Fraktionen am Donnerstag um 19 Uhr im Liegenschaftsausschuss (Sitzungsraum, Hauptstraße 16).