Aumühle

Enormer Sanierungsbedarf an Holzfenstern der Grundschule

Bürgermeister Knut Suhk zeigt die Schäden an den historischen Holzfenstern der Aumühler Grundschule.

Bürgermeister Knut Suhk zeigt die Schäden an den historischen Holzfenstern der Aumühler Grundschule.

Foto: Stephanie Rutke / BGZ

Da die Fenster der Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule unter Denkmalschutz stehen, muss die Gemeinde Aumühle nun 600.000 Euro investieren.

Aumühle. Erst vor zehn Jahren wurde die Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule an der Ernst-Anton-Straße 27 komplett saniert. Die Grundschule wurde 1953 fertiggestellt und steht seit 1999 unter Denkmalschutz. Rund 100 Original-Außenfenster mussten deshalb erhalten bleiben, neue Innenfenster wurden eingebaut.

Die alten Fenster müssen seitdem immer wieder nachgebessert, repariert und neu gestrichen werden. Für die Instandsetzung hat die Gemeinde für die kommenden drei Jahren 600.000 Euro eingeplant. Im Haushalt 2020 stehen dafür 200.000 Euro bereit.

Fenster bereiten ganzjährig Probleme

„Inzwischen bereiten die Fenster ganzjährig Probleme“, so Aumühles Bürgermeister Knut Suhk. Feuchtigkeit schlägt sich an den einfach verglasten Außenscheiben nieder, der Lack platzt ab, das Holz vergammelt, Schimmel bildet sich und im Erdgeschoss weisen die leicht gewölbten Scheiben zum Teil Risse auf. Die Schäden sind an allen Fenstern offensichtlich.

Im vergangenen Herbst hat der vom Denkmalschutzamt empfohlene Holzbiologe Dr. André Peylo sich ein Bild von den Schäden gemacht und auch Dr. Berthold Köster, verantwortlich für praktische Baudenkmalpflege im Land, war dreimal vor Ort. Sein Fazit lautet: „Es ist alles reparierbar.“ Sämtliche Kosten für die Reparaturen laufen bei der Gemeinde auf. Ob es Fördergelder für die Maßnahme gibt, wird derzeit vom Amt geprüft.

Gemeinde stellt Anfrage an Landesamt

Die notwendige Sanierung bedeutet für die Gemeinde nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine logistische Herausforderung. „Wir können die Arbeiten nur in den großen Ferien durchführen lassen, da sonst Klassenräume nicht zur Verfügung stehen“, so Suhk.

Er hat jetzt ein Schreiben an das Landesamt für Denkmalpflege gerichtet und verweist auf die unverhältnismäßig hohen Kosten und die schwierige Logistik. Die Gemeinde hofft auf Einsicht bei der Behörde, damit vielleicht doch neue Fenster eingebaut werden dürfen, die den Originalen entsprechen.