Kita Wischhoff

Verwaltung: Ohne Neubau geht es nicht

Wentorf. "Ist es sinnvoll, 600 000 Euro in das Gebäude der Kindertagesstätte am Wischhoff zu investieren?" Zu dieser Frage lieferten jetzt Verwaltung und Kita-Leiterin Sabine Denß dem Bürgerausschuss die umfassende Antwort gleich mit: Mit dem aktuellen Stand der Bedarfsplanung für Kinderbetreuung und mit der Analyse des Raumangebotes aus pädagogischer Sicht fiel die Antwort eindeutig aus - nein.

Hintergrund: Um den Haushalt zu retten, setzte die CDU durch, den Neubau eines Kindergartenzentrums mit Krippenplätzen vorerst auszusetzen und stattdessen die Kita Lütte Lüüd auszubauen und für eine Krippengruppe zu erweitern.

Wie Amtsleiterin Monika Lehmann darlegte, fehlen in Wentorf allein im Elementarbereich - also in der Betreuung für Drei- bis Sechsjährige - etwa 100 Plätze. Mit dem gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung auch für Kinder unter drei Jahren ab 1. August 2013, der im Dezember 2008 auf Bundesebene beschlossen wurde, sei der Ausbau jetzt unablässlich geworden. Sollte die Gemeinde bis dahin nicht ausreichend Plätze vorhalten, könnte das teuer werden: Schon heute zahlt die Gemeinde 111 000 Euro Ausgleichszahlungen jährlich an Träger auswärtiger Krippen. " Der Bedarf an Betreuung nimmt eher zu", mahnte Lehmann.

Denß gab zu bedenken: "Die Nutzungsmöglichkeiten am Wischhoff sind starr auf die Betreuung von Elementarkindern festgelegt." Denn für Krippenkinder seien Ruheräume, für Hortkinder Rückzugsmöglichkeiten wie für Hausaufgaben unabdingbar. Bürgermeister Matthias Heidelberg appellierte an die Fraktionen, die Entscheidung nochmals kritisch zu überdenken. Für die Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II drängt die Zeit, Ende April läuft die Frist ab. Deshalb wolle er die Förderung für verschiedene Varianten beantragen.

( st )

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