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Das sind "shared spaces"

Den Begriff prägte der niederländische Verkehrswissenschaftler Hans Monderman. Vorschläge für den deutschen Namen lauten unter anderem Gemeinschaftsstraße oder Straße für Alle.

Seit den 90er-Jahren setzte sich unter Verkehrsplanern langsam die Erkenntnis durch, dass öffentlicher Raum nicht nur der motorisierten Fortbewegung dient, sondern dass Menschen auch mit Muskelkraft vorankommen und verweilen wollen.

Entscheidend ist, dass Schilder, Fußgängerinseln, Ampeln und andere Barrieren nicht mehr nötig sind. Im Shared Space fügen sich Autofahrer rücksichtsvoll ins Miteinander von Fußgängern, Radlern und spielenden Kindern ein. Dadurch können Straßen sicherer, Gemeinden attraktiver werden und auch die Wirtschaft Impulse erhalten.

Als erste deutsche Kommune hat Bomte in Niedersachsen das Prinzip "mehr Sicherheit durch weniger Regeln" seit 2006 umgesetzt. Seit 2008 wird im etwa 450 Meter langen Abschnitt auf Verkehrsschilder verzichtet, Fahrbahn und Gehwege sind nicht mehr getrennt.

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