Wer rettet die Wentorfer Eisbahn?

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Susanne Tamm

10 000 Euro Spenden fehlen für die Grundfinanzierung. Die Frist endet am Wochenende.

Platzt der Wintertraum jetzt doch? Organisator Bernd Hofmann sucht noch bis zum kommenden Wochenende dringend Großsponsoren für seine Eisbahn. "Ich habe bisher 15 000 Euro zugesagt bekommen", sagt Hofmann. Doch das reicht nicht. Der Optiker muss jedoch vor dem Aufbau der Bahn im November 50 000 Euro überwiesen haben. "Ich schieße nicht mehr als die Hälfte vor", sagt der umtriebige Geschäftsmann. Es fehlen also noch 10 000 Euro.

"12 000 Euro wären auch kein Problem", sagt Hoffman freundlich lächelnd. Denn er hat als Unternehmer Verständnis für die aktuelle Situation der Geschäftsleute. Er ist dennoch guter Dinge. "Vergangenes Jahr habe ich noch am Freitagmittag vor Fristende einen Anruf mit einer Zusage bekommen", erzählt er zuversichtlich. Seine Lieferanten hat er bereits alle eingespannt. Jetzt sind die Unternehmen der Region gefragt.

Denn Hofmanns Ziel ist klar: "Ich hab meinen Spaß an der Eisbahn und Wentorf tut das Projekt gut", stellt er fest. Im vergangenen Winter kamen 9000 zahlende Besucher zum Schlittschuhlaufen zum Casinopark. Hofmann schätzt die Zahl der Gäste samt Begleitern auf etwa 20 000 und ist der Ansicht, dass auch das Geschäftsleben in der Gemeinde davon profitiert.

Drei Monate lang konnten die Besucher das Eisvergnügen auf einer 400 Quadratmeter großen Fläche genießen. Hofmann ist fast täglich vor Ort gewesen, um nach dem Rechten zu sehen. Schlittschuhe in allen Größen oder Eisstöcke konnten vor Ort gemietet werden. Ärger hatte es mit einigen Anwohnern wegen des Geräuschpegels des Stromaggregats gegeben. Doch diese Probleme sind ausgeräumt. Hofmann mietet das Gerät eines anderen Herstellers.

"Die Gemeinde hat ein hohes Interesse an diesem Projekt", sagt Bürgermeister Matthias Heidelberg. Deshalb unterstütze sie es auch mit günstigen Gebühren für den Casinopark. Er lobt Hofmanns Einsatz: "Es sind schon gewaltige Summen, die er aufbringt."

Der Finanzausschuss hat allerdings nur beschlossen, bei Unterdeckung mit 5000 Euro einzuspringen - vorausgesetzt, Hofmann verwendet Strom aus regenerativen Energiequellen. Für die Großsponsoren hat Hofmann bereits Werbeflächen an der Bande in Größe von 70 mal 200 oder 300 Zentimetern reserviert. Wenn die Grundfinanzierung steht, vermietet er auch die übrigen Bandenabschnitte. Wer genauso denkt wie Bernd Hofmann und den Wentorfern mit einer Spende einen vergnüglichen Wintertraum bereiten will, sollte ihn so schnell wie möglich unter der Rufnummer (040) 73 93 75 25 kontaktieren.

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