Fußball-Bezirksliga

SV Börnsen gegen „Eisenbahner“: Leidenschaft schlägt Klasse

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Stoppt seinen Eisenbahner-Gegenspieler mit unlauteren Mitteln: Börnsens Ruven Scharnberg hält Samuel Louca fest.

Stoppt seinen Eisenbahner-Gegenspieler mit unlauteren Mitteln: Börnsens Ruven Scharnberg hält Samuel Louca fest.

Foto: Maurice Herzog

Nach Trainerwechsel fügt der SVB dem ETSV Hamburg die erste Saisonniederlage zu. Bis dahin war es aber eine Kraftanstrengung.

Börnsen.  „Weiter! Kompakt stehen! Tiefer! Zusammen!“ Interimstrainer Patrik Papke hatte alle Hände voll zu tun, um die Spieler des SV Börnsen in der Partie gegen den ETSV Hamburg, die scheinbare Übermacht in der Fußball-Bezirksliga, zu sortieren. Am Ende aber mit Erfolg, denn der leidenschaftlich kämpfende SV Börnsen fügte der ambitionierte Truppe vom Mittleren Landweg die erste Saisonniederlage bei und gewann mit 2:1.

Dabei war vorher gar nicht klar, dass Papke an der Linie steht. „Eigentlich sollte Sascha Barck das heute übernehmen, ist dann aber aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen. Deshalb bin ich kurzfristig eingesprungen. Als Co-Trainer des Co-Trainers kurz vor dem Anpfiff“, erklärte Papke. Hintergrund: In der vergangenen Woche hatte sich der SVB von Trainer Mirko Petersen getrennt.

Fußball-Bezirksliga: SV Börnsen gewinnt gegen ETSV Hamburg

Das setzte bei den Hausherren offenbar Kräfte frei, die zuvor erst sechs Punkte in sechs Partien eingefahren hatten. Nach einer punktgenauen Flanke von Alexander Tamm fasste sich Gerrit Brelle ein Herz und zog vom Sechszehner-Eck volley in den Winkel ab – ein Treffer Marke „Traumtor“ zum 1:0 (6.).

Der ETSV kam per Freistoß zurück. Alessandro Schirosi schnippelte den Ball aus gut 20 Metern ins Netz (14.). Danach nahmen die Gäste das Heft in die Hand, scheiterten aber an sich selbst oder den tapfer kämpfenden Hausherren. „Man muss Börnsen ein Kompliment machen. Sie haben heute die notwendigen Prozente mehr an den Tag gelegt“, lobte ETSV-Trainer Sascha Huremovic.

Das wurde belohnt. Nach einer Flanke von Roy Bannasch nickte Christoph Bolz zum 2:1 ein (82.). Für einen ausgelassenen Jubel reichte es aber zunächst nicht mehr. Der Akku war nach dem tollen Fight aufgebraucht. „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, das hat aber nichts mit Mirko Petersen zu tun“, resümierte Papke. Und als sein Team wieder Kraft gesammelt hatte, ertönten doch noch Jubelschreie am Hamfelderedder.

  • SV Börnsen: Mehlhorn; Wöhl (17. Vermehren), Bitterkleit, Wenk, Ziems; Tamm, Senkpiehl (82. Scharnberg) Detjens (74. Stenner), Bolz; Brelle (74. Rutkowski), Hamester (62. Bannasch).
  • ETSV Hamburg: Meyer-Wersinger; Hoppe, Hamdan, Bozic, Brudler; Landau, Schirosi (46. Suntic), Thomsen, Schwarck (86. Hartung); Kamalow, Cengiz (73. Louca).
( mhe )

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