Uwe Seeler

Wie sich die HSV-Legende in Schwarzenbek eine Abfuhr holte

Uwe Seeler kam in das Schuhhaus Krützmann in Schwarzenbek, um die Inhaber für Adidas zu gewinnen.

Uwe Seeler kam in das Schuhhaus Krützmann in Schwarzenbek, um die Inhaber für Adidas zu gewinnen.

Foto: Axel Heimken / dpa

In seiner Zeit Adidas-Vertreter kam Uwe Seeler auch in das Schuhhaus Krützmann. Über die Gründe, warum sie hier seine Schuhe nicht wollten.

Schwarzenbek.  Alleine mit Fußball konnte man auch als Legende wie Uwe Seeler in den 1960er-Jahren nicht leben. Während die Kicker von heute die freie Wahl zwischen Villen in aller Welt und die Entscheidung zwischen Porsche, Bugatti und Lamborghini haben, sah es in der Glanzzeit von Uwe Seeler noch anders aus.

Der in der vergangenen Woche verstorbene Fußballspieler und Hamburger Ehrenbürger war auch Markenbotschafter, vor allem Vertreter für Adidas. Seeler war im Mercedes unterwegs, um Sportschuhe und Kleidung zu verkaufen. Dabei kam er auch nach Schwarzenbek und besuchte das Schuhhaus Krützmann. „Er kam in unser Geschäft, um uns für Adidas zu gewinnen“, erinnert sich Uwe Krützmann – allerdings erst, nachdem dieser gemeinsam mit seinem Vater Sportschuhe der Konkurrenzmarke Puma ins Programm aufgenommen hatte. Daher erteilten die beiden dem Star-Kicker eine Absage.

Sportschuhe spielen heute in seinem Sortiment keine Rolle mehr

„Als die Beratung vor allem bei Laufschuhen immer umfangreicher wurde, standen wir vor der Wahl, ein Sportartikelgeschäft zu werden. Wir haben uns letztlich dagegen entschieden“, so Uwe Krützmann. Egal, ob Puma oder Adidas: Sportschuhe spielen heute in seinem Sortiment keine Rolle mehr. Die Krützmanns entschieden sich damals für den klassischen Schuhhandel, ohne es je bereut zu haben.

( sh )