Elbe-Lübeck-Kanal

Güterschiff kollidiert mit versunkenem Autowrack in Grambek

Feuerwehr und THW haben den Skoda Fabia per Kran aus dem Kanal gezogen.

Feuerwehr und THW haben den Skoda Fabia per Kran aus dem Kanal gezogen.

Foto: Christoph Leimig, / Christoph Leimig

Die Fenster des Skoda Fabia waren geöffnet, der Fahrzeugschlüssel steckte, alles war von Algen überzogen. Was war passiert?

Grambek.  Das Dach des Skoda Fabia ist eingedellt, die Beifahrerseite ebenfalls. Es sieht so aus, als hätte der Kleinwagen einen Unfall gehabt. Das stimmt, allerdings mit einem Frachtschiff. Am Montag, 17. Juli, hatte ein Gütermotorschiff auf dem Elbe-Lübeck-Kanal in Höhe der Kanalstraße in Grambek den Kleinwagen touchiert, den Unbekannte offenbar auf dem Grund der Wasserstraße versenkt hatten.

Die Kriminalpolizei Ratzeburg wurde am Montag gegen 14 Uhr über den Fund informiert. Nach dem Schiffskontakt war der von Algen überzogene Kleinwagen, dessen Fenster offen standen, von Helfern der Freiwilligen Feuerwehren aus Grambek und Mölln sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) aus Ratzeburg per Kran aus dem Elbe-Lübeck-Kanal gezogen worden. Der Wagen wurde sofort auf eine Plane gestellt, um Verunreinigungen durch auslaufendes Öl oder Benzin zu vermeiden.

Polizei: Auto wurde in Neumünster gestohlen

Auch der Fachdienst Wasserwirtschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg wurde eingeschaltet, konnte aber keine Gewässerverunreinigung durch das Wrack feststellen. Die Recherchen der Polizei ergaben, dass das Fahrzeug samt Fahrzeugschlüssel im Mai in Neumünster gestohlen wurde.

Die Kanalstraße in Grambek ist eine Stichstraße, die zu einem freien Platz außerhalb der Ortschaft direkt am Kanal führt. Möglicherweise wurde der Wagen aus Jux oder mit voller Absicht dort im Kanal versenkt. Das müssen jetzt die Ermittlungen der Polizei ergeben.

( cl/cus )