Schwarzenbek

FWS fordert maßvollen Umgang mit Nachverdichtung

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Die geplante Bebauung an der Plasterstraße in Schwarzenbek ist umstritten. Zwei Mehrfamilienhäuser sollen entstehen.

Die geplante Bebauung an der Plasterstraße in Schwarzenbek ist umstritten. Zwei Mehrfamilienhäuser sollen entstehen.

Foto: Stadt Schwarzenbek / BGZ

Die Mehrfamilienhäuser an der Pflasterstraße können gebaut werden. Künftig solle maßvoller nachverdichtet werden, fordert die FWS.

Schwarzenbek.  Der umstrittene Bebauungsplan Pflasterstraße (B-Plan 37) ist in der jüngsten Stadtvertretung vergangene Woche mit Mehrheit genehmigt worden. Aber nicht wenige Politiker hatten Bauchschmerzen mit dem Projekt. Denn ein Investor plant auf einer Wiese in dem Baugebiet an der Bismarckstraße zwei Mehrfamilienhäuser mit 20 Wohnungen.

Anwohner hatten gegen die ihrer Ansicht nach zu dichte Bebauung protestiert. Anwohnerin Ute Hoffmann, die mit ihrem Mann in einem alten Bauernhaus an der Zufahrt zu dem Gebiet Pflasterstraße wohnt, brachte erneut ihre Sorge zum Ausdruck, dass das Gebäude die Erschütterungen durch den zusätzlichen Verkehr und schwere Müllfahrzeuge nicht überstehen könnte.

Schwarzenbek: FWS fordert maßvollen Umgang mit Nachverdichtung

Letztlich brachte auch ihr Einwand nichts. Dennoch wollen die Politiker die bisherige Praxis überdenken, angesichts des Mangels an Bauland vorhandene Lücken möglichst optimal auszunutzen. „Wir sollten bei einer Nachverdichtung von Baugebieten beachten, wie die Umgebung aussieht. Wenn es eine reine Einfamilienhausbebauung gibt, dann sollte es dort keine massive Bebauung mit Mehrfamilienhäusern geben“, sagte Thomas Lonsert von der Wählergemeinschaft FWS. Eine Nachverdichtung bis an die Grenze des Machbaren könne nicht das Ziel für eine lebenswerte Stadt sein, so der FWS-Politiker weiter.

Proteste wie jetzt an der Pflasterstraße hatte es unter anderem auch bei einem geplanten Projekt auf einem ehemaligen Einfamilienhausgründstück an der Möllner Straße gegeben. Auf dem Areal ist ebenfalls eine massive Bebauung mit einem mehrgeschossigen Mehrfamilienhaus vorgesehen, die den Protest von Anwohnern hervorgerufen hat und auch Gegenstand einer Beratung im Planungsausschuss war.

FWS will sämtliche Bebauungspläne der Stadt überprüfen lassen

Nun will die FWS einen Antrag formulieren und einbringen, wonach die B-Pläne der Stadt überprüft und überarbeitet werden sollten, damit nur eine maßvolle, an die Umgebung anpasste Bebauung möglich ist.

Der Bauausschussvorsitzende Hans-Jürgen Stribrny (CDU) zeigte sich durchaus bereit, das Thema in seinem Ausschuss zu behandeln. Er gab jedoch zu bedenken, dass eine Überprüfung und Überarbeitung der B-Pläne der Stadt mit Kosten verbunden wäre. Denn mit der Bearbeitung seien hauptsächlich externe Stadtplanungsbüros betraut. Wenn B-Pläne auf Betreiben von Investoren geändert werden sollen, würden diese die Kosten übernehmen müssen.

( sh )