SPD

Führungswechsel bei den Sozialdemokraten im Kreis

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Nina Scheer (50) ist seit 2017 Kreisvorsitzende der SPD im Herzogtum Lauenburg.

Nina Scheer (50) ist seit 2017 Kreisvorsitzende der SPD im Herzogtum Lauenburg.

Foto: Lutz Kastendieck

Vier Jahre stand sie an der Spitze der Kreis-SPD. Jetzt hat Nina Scheer ihren Rückzug angekündigt. Ihre Aufgabe: Bundespolitik.

Schwarzenbek/Mölln. Genau wie die SPD auf Bundesebene, müssen sich die Sozialdemokraten im Herzogtum Lauenburg an der Spitze per­sonell neu aufstellen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer (50), die in einem Dorf im weiteren Umkreis von Schwarzenbek wohnt, wird nach zwei Amtszeiten nicht ­erneut für das Amt der Kreisvor­sitzenden antreten. Diese Position hatte sie seit dem Rückzug von ­Birgit Wille im Jahr 2017 besetzt. Das hat die alleinerziehende Mutter und Umweltexpertin im Vorfeld des Kreisparteitags am Sonnabend, 20. November, ab 10 Uhr im Hotel Quellenhof in Mölln angekündigt.

Der komplette Vorstand der SPD muss gewählt werden

„Wir bedauern, diese Entscheidung, respektieren sie aber angesichts der großen Herausforderungen, die das Bundestagsmandat an Nina Scheer stellt. Nina Scheer hat sich sehr für den Kreisverband engagiert. Wir sind glücklicherweise gut auf­gestellt mit Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen, die sich um den Vorsitz bewerben“, sagte Scheers Stellvertreter Jens Meyer.

Angesichts seines Amtes als Kreistagsvorsitzender der SPD und ­Fraktionschef in seiner Heimatstadt Lauenburg sowie der beruflichen Anforderungen an seinen Job als einer von zwei Notaren in Lauenburg, steht er nicht für den Vorsitz zur Verfügung.

Im Vorfeld des Delegiertenparteitages, bei dem auch die Weichen für die Landtagswahl im Mai 2022 ­gestellt werden, wollte er aber keine Namen nennen. Der komplette Kreisvorstand muss neu gewählt werden. Es gäbe aber diverse quali­fizierte Bewerber für jede Position, so Meyer. Auch sei eine Doppel­spitze auf Kreisebene denkbar, so Meyer weiter.

Nina Scheer will sich auf die Bundespolitik konzentrieren

Scheer ist seit 2013 im Bundestag und hat bei der Bundestagswahl das Direktmandat im Wahlkreis 10 (Herzogtum Lauenburg/Stormarn Süd) errungen. „Den Aufgaben als Kreisvorsitzende habe ich mich mit viel Freude, aber auch viel Zeit gewidmet.

Auch wenn der Parteivorsitz für mich eine Herzensangelegenheit ist, möchte ich meine politische Arbeit nun verstärkt auf die bundespolitischen Aufgaben konzentrieren“, betonte Nina Scheer. Diese seien auch für den Kreis von großer Bedeutung. „Mit meinen seit Jahrzehnten verfolgten Schwerpunkten der Klimaschutzpolitik und einer zu beschleunigenden Energiewende zeichnet sich eine Europäisierung der Rahmenbedingungen ab, die ergänzende Herausforderungen und Zeitaufwände mit sich bringt.

Zudem ist mir die gute Präsenz als direkt gewählte Bundestagsabgeordnete, auch mit Blick auf die nun reduzierte Anzahl an Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Herzogtum Lauenburg / Stormarn-Süd, wichtig“, so Nina Scheer.

( sh )