Schwarzenbek

Bessere Hausaufgabenbetreuung in der Offenen Ganztagsschule

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In Schwarzenbek wird eine zusätzliche Kraft für die Offene Ganztagsschule eingestellt, um den Schülern über ihre Lerndefizite aus der Zeit des Homeschoolings zu helfen (Symbolfoto)

In Schwarzenbek wird eine zusätzliche Kraft für die Offene Ganztagsschule eingestellt, um den Schülern über ihre Lerndefizite aus der Zeit des Homeschoolings zu helfen (Symbolfoto)

Foto: Silvia Marks / dpa-tmn

Durch Homeoffice in Corona-Zeiten haben viele Kinder Lerndefizite. Schüler in Schwarzenbek bekommen nun mehr Unterstützung

Schwarzenbek.  „Wir brauchen kleinere Lerngruppen und eine qualifizierte Hausaufgabenhilfe, um die Defizite aufzuarbeiten, die bei einigen Kindern durch Homeschooling und Unterrichtsausfall in der Corona-Pandemie angefallen sind“, hat Kathrin Kipke während der jüngsten Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses betont. Die Fachbereichsleiterin für Bildung, Sport und Kultur im Schwarzenbeker Rathaus warb um eine zusätzliche Stelle für die Offene Ganztagsbetreuung.

„Wir sollten nur befristet jemanden einstellen, weil die Corona-Pandemie bald vorbei ist“, warf Michael Jagusch (FWS) ein. „Können wir über Gebühren für das Angebot die Kosten decken?“, wollte CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Stribrny wissen. „Das ist nicht sinnvoll, weil wir gerade Kinder aus Haushalten fördern wollen, die sich ein kostenpflichtiges Angebot nicht leisten können. Wir greifen einer neuen Gesetzgebung vor und tun etwas zum Wohl der Schüler“, so Kathrin Kipke.

In Schwarzenbek werden die Defizite aus der Zeit des Homeschooling bearbeitet

„Den Bedarf an zusätzlicher Betreuung wird es auch künftig geben. Außerdem wird es in Kürze eine verpflichtende Betreuung in der Offenen Ganztagsschule geben. Das wird definitiv kommen“, betonte Bürgermeister Norbert Lütjens. Letztlich folgten die Politiker dem Wunsch der Verwaltung und machten den Weg für die neue Stelle frei.

Aktuell werden die offenen Ganztagsangebote der Grund- und Gemeinschaftsschule von 100 Grundschülern und 30 Kindern aus der weiterführenden Gemeinschaftsschule genutzt. Allerdings hatte es in den vergangenen Monaten wegen des Lockdowns keine Angebote gegeben. Mittlerweile ist die Betreuung wieder angelaufen. Bereits jetzt gibt es eine Hausaufgabenbetreuung in drei Gruppen mit maximal 15 Schülern.

Politiker zunächst skeptisch, lassen sich aber überzeugen

„Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung werden kleine Hilfestellungen gegeben und eine Kontrolle der Vollständigkeit erbracht. Eine intensive Betreuung einzelner Kinder ist aufgrund der Anzahl der Kinder und der zur Verfügung stehenden Personalressourcen nicht möglich“, sagt Kathrin Kipke.

Für das Schließen von Lernlücken ist eine Betreuung in Kleinstgruppen nötig, um somit auf Fragestellungen einzelner Kinder gezielt eingehen zu können. Weithin ist eine pädagogische Qualifikation erforderlich, um den Lernstoff unter Anwendung pädagogisch didaktischer Methoden vermitteln zu können. Diese Stelle wird die Stadt zwischen 45.000 und 55.000 Euro pro Jahr kosten. Die genaue Höhe der Kosten für die Erweiterung der Offenen Ganztagsschule ergibt sich erst nach der Ausschreibung. „Wir brauchen eine qualifizierte Kraft, die Eingruppierung hängt von verschiedenen Faktoren ab“, so Kathrin Kipke.

( sh )