Kommentar

Gewerbegebiet: Streit gehört zum Wesen der Demokratie

André Herbst
Redakteur André Herbst.

Redakteur André Herbst.

Foto: Privat

Gegner werden auch künftig miteinander klarkommen müssen. Es ist wichtig, dass nicht zu viel Porzellan zerschlagen wird.

Kasseburg. Immer wieder treiben Auseinandersetzungen zwischen staatlichen und kommunalen Stellen einerseits, Interessenvertretern und Naturschützern andererseits Blüten. Gelegentlich beschäftigen gegenseitige Vorwürfe die überlasteten Gerichte.

Dabei bleibt eine Erkenntnis allzu häufig auf der Strecke. Unabhängig davon, wie solche Auseinandersetzungen ausgehen, ob sie in Vergleichen münden, oder am Ende Recht gesprochen wird: Die Gegner werden in aller Regel auch in Zukunft miteinander reden müssen. Sie kommen nicht umhin, weiterhin gemeinsam nach Lösungen oder zumindest einem goldenen Mittelweg suchen.

Eine Diskussion ohne Scheuklappen gehört dazu

Da ist es wichtig, dass nicht zu viel Porzellan zerschlagen wird. Und dass nicht bei den Bürgern der Verdacht aufkommt, dass die zentralen Themen aus dem Fokus geraten. Oder es nur noch um Streit entlang festgefahrener Konfliktlinien geht. Dass Menschen opponieren, wenn ihnen neue Zumutungen ist Haus stehen, liegt in der Natur der Demokratie.

Dazu gehört aber auch die Diskussion ohne Scheuklappen. Etwa warum ein Gewerbegebiet gerade an diese Stelle soll, wie sich Belastungen reduzieren oder ganz vermeiden ließen. Und auch, wie sich Ansiedlungen so gestalten lassen, dass Mensch und Natur profitieren.

Lesen Sie hier den Hauptartikel: Zahlenstreit um Gewerbegebiet in Kasseburg hält an