Endlich wieder Konzerte

Floyd Division aus Österreich spielt im Fürstengarten

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Psychedelisch wird es in Lauenburg im Fürstengarten zugehen, wenn Floyd Division aus Österreich auftreten.

Psychedelisch wird es in Lauenburg im Fürstengarten zugehen, wenn Floyd Division aus Österreich auftreten.

Foto: Veranstalter

Erst totale Flaute, jetzt hat Veranstalter Sascha Weiß reichlich zu tun, unter anderem mit einem Konzert in Lauenburg.

Lauenburg. Pink Floyd soll zwischen 1965 und 2015 insgesamt 300 Millionen Platten verkauft haben. Damit gehört die britische Band zu den erfolgreichsten ihrer Zeit. Kein Wunder, dass sich zahlreiche Tributbands an den Hits der Briten versuchen.

Floyd Division aus Österreich sollen zu den erfolgreichsten Gruppen gehören, die Hits von Pink Floyd covern. Mit Leidenschaft und Virtuosität bringt die Band die zeitlose, atmosphärische und dichte Musik von Pink Floyd seit nunmehr zehn Jahren auf die Bühnen in ganz Europa.

Endlich wieder Konzerte, so die Stimmung bei Publikum und Veranstaltern

Am kommenden Sonntag, 26. September, gastiert die Gruppe im Lauenburger Fürstengarten. Mit Songs wie „Wish You Where Here“ oder „Another Brick in the Wall“ wird das Publikum mit auf eine Zeitreise von den späten 1960er- bis in die 1990er-Jahre genommen. Das Konzert beginnt um 18.30 Uhr. Tickets für 10 Euro gibt es an der Abendkasse. Alle Besucher müssen entweder genesen, geimpft oder getestet sein.

Dass sich der Lauenburger Fürstengarten perfekt für Open-Air-Konzerte eignet, wurde zuletzt beim Fürstengartenfest vor zwei Wochen deutlich. Das hatte die Stadt organisiert, Veranstaltungstechniker Sascha Weiß sorgte für den Bühnenaufbau, Licht und Ton. Wenn solche Events anstehen, ist der Lauenburger ganz in seinem Element. „Ich bin froh, dass es endlich wieder losgeht“, freut sich der Veranstaltungsorganisator.

Bundesförderprogramm „Neustart Kultur“ ermöglicht Konzerte

Nach eineinhalb Jahren coronabedingter Zwangspause hat Sascha Weiß jetzt alle Hände voll zu tun. Neben allerlei Veranstaltungen, die die jetzt vielerorts wieder Besucher anziehe, hat er den Hut auf für die Veranstaltungsreihe „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnungen“. Der Kreis hatte dieses Projekt Mitte Juli aus der Taufe gehoben. Insgesamt 348.300 Euro stehen dafür bereit. das Geld stammt aus dem Bundesförderprogramm „Neustart Kultur“.

Insgesamt fünf Veranstaltungen hat Sascha Weiß in diesem Rahmen organisiert, unter anderem das Werftfest in Geesthacht und das Marktfest in Schwarzenbek. Über mangelnde Resonanz kann er sich nicht beklagen. „Man merkt richtig, dass die Lust habe sich zu treffen und zu feiern“, sagt er. Dies sei für ihn auch der Grund, sich für den „Kultursommer“ ins Zeug zu legen.

Froh, wenn die Einnahmen die Ausgaben decken

Den Verdienstausfall der vergangenen Monate kann der Veranstaltungstechniker damit nicht wettmachen. Im Gegenteil: Er sei froh, wenn die Einnahmen die Ausgaben decken. Allerlei Bedingungen müssen eingehalten werden. „Wir verdienen an geförderten Veranstaltungen nicht viel. Aber wir setzten ein wichtiges Zeichen“, sagt er.

Die Veranstaltungsbranche gehörte zu den ersten Verlierern der Corona-Krise und zu den letzten, die jetzt langsam wieder durchstarten dürfen. Um auf ihre Not aufmerksam zu machen, hatten die Beschäftigten der Veranstaltungswirtschaft im Sommer vergangenen Jahres zu der bundesweiten Aktion „Night of Light“ aufgerufen. Viele Veranstaltungsorte wurden beleuchtet. Auch die Firma Weiß beteiligte sich. Eine Nacht lang war das Schloss, später das Museum in Licht getaucht.

Solidarität unter den Kollegen der Veranstaltungsbranche

Von Normalität ist die Branche auch jetzt weit entfernt. „Derzeit weiß ich nicht, was ich zuerst machen soll. Andererseits hatte ich sonst um diese Zeit schon das Auftragsbuch für das nächste Jahr voll. Die Leute planen noch nicht langfristig“, hat er festgestellt.

Spontan kreativ sein – dieses Talent hilft Sascha Weiß jetzt in kurzer Zeit große Veranstaltungen auf die Bühne zu bringen. „Für so ein großes Konzert wie mit Floyd Division habe ich sonst ein Jahr Vorlauf. Jetzt war alles innerhalb von vier Wochen unter Dach und Fach“, sagt er.

( er )