Stadtradeln

Stadtradeln liegt im Kreis voll im Trend

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Elke Richel und Stefan Huhndorf
Karola Grimm, Ulrich Grimmm, Martin Rieper und Gerd Lüttge rufen Radler des Amtes Lütau zur Teilnahme am Stadtradeln auf.

Karola Grimm, Ulrich Grimmm, Martin Rieper und Gerd Lüttge rufen Radler des Amtes Lütau zur Teilnahme am Stadtradeln auf.

Foto: Dürkop

Viele Aktionen runden den Kampf um jeden Kilometer ab. Am Sonntag geht es los. Aus dem Kreis haben sich bisher 731 Radler dabei.

Lauenburg/Schwarzenbek/Geesthacht. Genau genommen müsste der Name geändert werden, denn beim bundesweiten Stadtradeln sind mittlerweile längst nicht nur Städte dabei. Auch auf den Dörfern ist der Ehrgeiz groß, in einem festgelegten Zeitraum möglichst viele Strecken mit dem Fahrrad zu fahren statt mit dem Auto.

Die Aktion startet in diesem Jahr am Sonntag, 22. August, und endet am 11. September Diesmal werden die Teilnehmer im Kreis Herzogtum Lauenburg nicht nur in ihrer eigenen Stadt oder Gemeinde gezählt, sondern auch im Team des Kreises.

Es kann verfolgt werden, wie viele Kilometer gefahren wurden

Insgesamt 731 Teilnehmer sind bereits auf der Internetseite www.stadtradeln.de/herzogtum-lauenburg.de registriert. Städte wie Geesthacht, Schwarzenbek, Lauenburg und Mölln sind dabei, aber auch viele der umliegenden Gemeinden.

Auf der Internetseite gibt es außerdem Links zu den eigenen Seiten der teilnehmenden Städte. Auf denen kann man auch sehen, wie viele Radfahrer bereits angemeldet sind – und später, wie viele Kilometer ihnen bereits in den Waden stecken. Außerdem gibt es Informationen zu begleitenden Aktionen rund um das Fahrrad.

Geesthacht startet die Aktion mit Informationen zum Radschnellweg

Die Spielregeln des Stadtradelns sind einfach: Es geht darum, möglichst viele Kilometer auf dem Fahrrad zurückzulegen. Die zurückgelegte Strecke wird im Online-Radelkalender, einer internetbasierten Datenbank, eingetragen. Beteiligen kann sich jeder, der in der jeweiligen Stadt wohnt, arbeitet oder dort zur Schule geht.

Dabei ist es nicht wichtig, wo die Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt werden. Zugelassen sind auch Pedelecs mit einer Leistung von maximal 250 Watt. Ein Team bilden mindestens zwei Personen, nach oben ist die Zahl offen.

Geesthacht übernimmt von Lauenburg das „Staffelstab-Tandem“

In Geesthacht fällt der offizielle Startschuss für die Stadtradel-Aktion am Sonntag, 22. August. Zwischen 12 und 14.30 Uhr dreht sich auf dem Menzer-Werft-Platz alles rund um den geplanten Radschnellweg Geesthacht-Hamburg. Es gibt Informationen zur Machbarkeitsstudie und zum voraussichtlichen Routenverlauf.

Am Donnerstag, 2. September übernimmt Geesthacht von Lauenburg das „Staffelstab-Tandem“ der Metropolregion Hamburg, das während der Aktion von Kommune zu Kommune gefahren wird. Am 3. September werden Landrat Dr. Christoph Mager und Bürgermeister Olaf Schulze auf dem Tandem von Geesthacht nach Escheburg fahren.

In Lauenburg gibt der ADFC den Startschuss für das Stadtradeln

In Lauenburg fällt der Startschuss für das diesjährige Stadtradeln ebenfalls an diesem Sonntag. Hier können die Teilnehmer bereits ordentlich das Kilometerkonto füllen. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) lädt zu einer 30 Kilometer langen Eröffnungstour durch Lauenburg und das Amt Lütau ein. Los geht es um 11 Uhr am Parkplatz des Famila-Marktes an der Mecklenburger Straße 1-3. Die Tour endet nach etwa drei Stunden im Fürstengarten. Am 28. August ist eine Familienradtour in den Tierpark Krüzen geplant. Treffpunkt ist dann um 10 Uhr auf dem Schüsselteichplatz.

Für die Lauenburger Teilnehmer gibt es sogar noch einen besonderen Ansporn: Für das Siegerteam richtet die Stadt nach Abschluss der Aktion ein zünftiges Grillfest aus. Eine Premiere gibt es auch in diesem Jahr: Erstmals startet das Amt Lütau mit einem eigenen Team und kämpft Stadtradeln um jeden Kilometer.

Schwarzenbek macht bereits zum dritten Mal beim Stadtradeln mit

In Schwarzenbek geht das Stadtradeln bereits in die dritte Auflage. Eine zentrale Veranstaltung gibt es nicht, aber es ist die erste Aktion, die die neue Klimaschutzbeauftragte Nina Reimers plant, nachdem ihre Vorgängerin Kirstin Boltz seit 2019 erfolgreich für das Stadtradeln in der Europastadt geworben hatte.

„Wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich bundesweit etwa 7,5 Millionen Tonnen CO vermeiden. Gerade bei Fahrten zu unserem Bahnhof bietet sich das Rad Verkehrsmittel an“, sagt Reimers.