Corona-Krise

Veranstaltungsverbot: BUND kritisiert ungleiche Behandlung

Hans-Heinrich Stamer (r.) ist der Kreisvorsitzende des BUND.

Hans-Heinrich Stamer (r.) ist der Kreisvorsitzende des BUND.

Foto: Isabella Sauer

Organisierte Touren durch die Natur und unter Schutzmaßnahmen bleiben untersagt. Umweltschützer fordern politische Hilfe vom Kreis.

Kuddewörde. Eigentlich wollte der Kreisverband des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bereits am 14. März mit einer Radtour durch das Billetal in die Saison starten. Das wurde vom Kreis jedoch mit Blick auf die Corona-Bestimmungen untersagt.

„Wir bedauern sehr, dass unsere Veranstaltungen im Jahresprogramm bis einschließlich 18. April pandemiebedingt abgesagt sind. Wir haben Landrat Dr. Christoph Mager gebeten, bei der Landesregierung zu beantragen, dass Naturschutz- und Wandervereinen erlaubt sein möchte, Rad- und Wandertouren in der freien Natur ebenso zu erlauben wie es für Hundeschulen und Sportvereine zulässig ist“, fordert der BUND-Kreisvorsitzende Hans-Heinrich Stamer. Eine konkrete Antwort steht noch aus.

Corona-Verordnung untersagt BUND-Touren unter freiem Himmel

Zuvor hatte Matthias Büchler aus dem Corona-Verwaltungsstab des Kreises mitgeteilt, dass der Kreis dazu keine Argumentationslinie vertrete, sondern lediglich die jeweils geltende Landesverordnung umsetze. Darin heiße es eindeutig: „Veranstaltungen sind untersagt. Dies unabhängig davon ob sie innerhalb oder außerhalb geschlossener Räume stattfinden sollen.“ Ein Interpretationsspielraum sei demnach nicht gegeben.

Auch die Möglichkeit im Einzelfall bei besonderen Härten eine Ausnahme zu genehmigen liege nicht vor und werde auch nicht vorgetragen. Der Gleichheitsgrundsatz werde nicht verletzt, da alle Veranstalter vom Verbot betroffen seien.

( sH/tip )