Schwarzenbek

Sparkasse zieht um – Am Verbrüderungsring wird’s leerer

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Stefan Huhndorf
Die Filiale der Kreissparkasse am Verbrüderingsring wird langfristig in den Lupuspark verlegt.

Die Filiale der Kreissparkasse am Verbrüderingsring wird langfristig in den Lupuspark verlegt.

Foto: Stefan Huhndorf / BGZ

Schwarzenbeker KSK-Filiale verlegt Standort näher zum Einkaufszentrum in den Lupuspark. SB-Filiale vor Schließung, Hauptfiliale umgebaut.

Schwarzenbek. Mehr Beratung an Premium-Standorten, dazu Videounterstützung sowie Telefonberatung: Die Kreissparkasse (KSK) stellt sich neu auf. Damit reagiert das regionale Kreditinstitut auf die schwierige Marktsituation durch niedrige Zinsen und geringe Erlöse.

Bereits im ersten Schritt wurde von 2015 an ein neues Filialkonzept umgesetzt, das in den Kommunen heftig umstritten war. Unter anderem wurde die Filiale in Dassendorf geschlossen, und Gülzow verlor den KSK-Geldautomaten im ehemaligen Markttreff. Aktuell investiert die Kreissparkasse kräftig in den Standort Mölln, der künftig als Zentrale dienen soll. In Ratzeburg bleibt nur noch eine Filiale.

Filiale der Kreissparkasse zieht in den Lupuspark

Aber auch in Schwarzenbek wird sich einiges verändern. „Die Planung, im Lupuspark eine neue Filiale zu errichten und zu eröffnen, ist weiterhin aktuell. Damit werden wir den Standort aus dem Verbrüderungsring näher zum Kunden verlagern, sodass die Kunden im Lupus­park dann ihre Geschäfte bei der Kreissparkasse bequem in Verbindung mit ihrem Einkauf erledigen können“, sagt Sparkassen-Sprecherin Anne Wohlfahrt. Es gebe zwar noch keinen zeitlichen Rahmen für die neue Filiale. „Aber wir haben ein Grundstück, und wir werden eine personenbesetzte Filiale mit Beratung in Schwarzenbek bauen. Es wird kein SB-Standort sein“, kündigt Wohlfahrt an.

Für die Kreissparkasse ist schon seit mehreren Jahren das Grundstück direkt an der Einfahrt zum Hans-Koch-Ring vor dem Firmensitz von Rohwerder Datasystems im Gespräch.

Die Tage der SB-Filiale am Verbrüderungsring scheinen gezählt

Bis dahin werde es im Verbrüderungsring eine SB-Filiale geben. Aktuell findet dort wegen Corona keine Beratung statt, und es ist auch nicht vorgesehen, diese nach Ende der Pandemie wieder aufzunehmen. „Über eine weitere Nutzung des Gebäudes wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden“, so die KSK-Sprecherin. Ähnlich war es nach der Schließung der Filiale in Dassendorf vor fünf Jahren. Das ­Gebäude stand lange leer, wurde nur noch einige Jahre als Standort für Geldautomat und SB-Terminal genutzt. Mittlerweile ist die SB-Filiale in das Gebäude von OMT-Küchen neben dem Rewe-Markt umgezogen.

­Wichtig für die Stadt Schwarzenbek wäre, dass nach einem Umzug der KSK in den Lupuspark kein langer Leerstand am Verbrüderungsring entsteht. Denn angesichts des seit vielen Jahren auf der anderen Seite des Kreisels an der Möllner Straße leer stehenden und zusehends verfallenden Autohauses Schwarzenbek und des gleich auf der anderen Seite befindlichen ebenfalls seit vielen Jahren leer stehenden Supermarkt- und Geschäftszentrums wäre die Tristesse kaum noch zu überbieten.

Umbau der Hauptfiliale an Berliner Straße zum Premium-Standort abgeschlossen

Während der Umzug der KSK in das Einkaufszentrum noch Zukunftsmusik ist, ist der Umbau der KSK-Hauptfiliale an der Berliner Straße in einen Premium-Standort bereits abgeschlossen. „Wir halten dort alle Angebote und Beratungsmöglichkeiten für Privat-, Firmen- und Immobilienkunden vor“, erläutert Anne Wohlfahrt. Die Öffnungszeiten wurden dort ausgeweitet, sodass die Kunden jetzt auch in der Mittagszeit ihre Bankgeschäfte erledigen könnten.

Zusätzlich wurden die Leistungen um die Direktberatung erweitert. Dieses Angebot eröffnet er­gänzend zu den bisherigen digitalen Möglichkeiten mit der Sparkassen-App und dem Online-Banking die direkte persönliche ­Beratung per Telefon oder Videoschaltung.​