Auf Erfolgskurs

Eiscafé Eskimo: Das Familienunternehmen will expandieren

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Stefan Huhndorf
Kim-Ole Peters steht mitunter auch selbst hinter dem Tresen. Hier verkauft er gerade eine Kugel Erdbeereis. Meist ist er aber in der Produktion oder entwickelt neue Eissorten.

Kim-Ole Peters steht mitunter auch selbst hinter dem Tresen. Hier verkauft er gerade eine Kugel Erdbeereis. Meist ist er aber in der Produktion oder entwickelt neue Eissorten.

Foto: Stefan Huhndorf

Aus dem Eiscafé Eskimo wird Opa Peters. Mit der Marke drängt der Schwarzenbeker Familienbetrieb in die Supermärkte der Region.

Schwarzenbek.  Die neueste Kreation schmeckt nach Apfelmus mit einer leichten Zimtnote, die Äpfel stammen von einem Baum, der direkt hinter dem Eiscafé Eskimo an der Lauenburger Straße wächst. Aber im Sortiment sind neben Klassikern wie Vanille, Erdbeere und Mango auch Exoten wie Gurkensalat oder Schokolade/Himbeer mit karamellisierter Walnuss. Kim-Ole und Carsten Peters experimentieren viel mit Eis, aber in einem Punkt gibt es keine Experimente: Bei der Qualität machen sie keine Kompromisse.

Das kommt bei den Kunden seit 19 Jahren sehr gut an. Jetzt will das Familienunternehmen expandieren. Seit kurzem füllen die Peters und weitere Verwandte auch hochwertiges Sahneeis unter dem Namen „Opa Peters“ in 500-Milliliter-Becher, die in ausgewählten Supermärkten verkauft werden – unter anderem bei Edeka Kratzmann. Die Becher gehen so gut, dass Kim-Ole Peters diesen Bereich ausweiten und vom kommenden Jahr an weitere Supermärkte beliefern will.

Kim-Ole Peters stieg vor gut zehn Jahren in den Betrieb ein

„Wir werden auch den Namen der beiden Eisdielen in Opa Peters ändern. Der Eskimo hat etwas Verspieltes an sich. Das passt nicht zu unserem Anspruch, ein Qualitätsprodukt anzubieten. Opa Peters setzt auf Tradition und gute Produkte“, sagt Thilo Schmidt, der mit der Cousine von Kim-Ole Peters verheiratet ist und im Familienunternehmen als PR-Berater fungiert.

„Es kommen nur hochwertige Früchte und Produkte in unser Eis und alles wird handwerklich hergestellt“, sagt Juniorchef Kim-Ole Peters. Der 29-Jährige ist eigentlich gelernter Augenoptiker, sein Herz schlägt aber für Eis. Deshalb stieg er auch vor gut zehn Jahren in den Betrieb seines Vaters ein, den er jetzt ordentlich umkrempelt.

Die Familie Peters stammt aus dem Raum Schwarzenbek und Breitenfelde. Seit über Hundert Jahren sind viele Familienmitglieder dem Bäckerhandwerk treu. Auch Firmengründer Carsten Peters hat das Handwerk erlernt, in der Schwarzenbeker Bäckerei Gräper, die ihren Sitz an der Lauenburger Straße hat.

Mehr als 250 Eissorten aus dem Sortiment sind vegan

„Das Herz meines Vaters schlug aber seit langem für Speiseeis. Deshalb hat es sich vor 19 Jahren selbstständig gemacht“, erzählt Kim-Ole Peters. Seit 2001 gibt es die Eskimo-Eisdiele in Schwarzenbek. Später folgte Büchen. Der Stammbetrieb ist in der Europastadt.

Hier lebt auch der Großteil der Familie Peters und deren Verwandtschaft in drei aneinandergrenzenden Reihenhäusern. Wichtige Entscheidungen wie damals auch die Namensgebung „Eskimo“ trifft der Familienrat, oft rund um das Lagerfeuer im Garten. Dort fällt auch die Entscheidung, ob eine neue Eissorte in den Verkaufstresen kommt oder nicht. „Meist sind wir begeistert. Nur selten lautet das Urteil geht so. Ein richtige Flop war noch nicht dabei“, sagt Thilo Schmidt.

Viele der 250 Eissorten aus dem Sortiment sind vegan, jeweils 16 werden in den Eisdielen im Wechsel angeboten. Eine Besonderheit ist Opa Peters Eis. Das Rezept stammt aus der Familie Peters, wurde 1901 kreiert. Es gibt sieben Sorten, allen gemeinsam ist, dass maximal fünf Zutaten verwendet werden.

Fünf Zutaten reichen für ein leckeres Eis

„Ein Lebensmittel hat Erfolg, wenn man es mit Leib und Seele aus guten Zutaten herstellt. Dafür stehen wir und das wird auch in Zukunft so bleiben“, sagt Kim-Ole Peters. In das Opa-Peters-Eis kommen ausschließlich Sahne, Milch, Zucker, Ei und Vanille oder eine andere Geschmacksrichtung. „Das unterscheidet das alte Rezept von modernen Sorten. Bei einigen unserer Kreationen sind bis zu 20 Zutaten enthalten“, so der 29 Jährige.

Mit dem neuen Namen wird aber auch der fröhlich winkende Eskimo aus beiden Eisdielen verschwinden. „Das neue Logo hat gedeckte Farben und fünf Balken, die für die fünf Zutaten stehen. Das ist zeitlos und wird künftig alle unsere Aktivitäten zieren“, erläutert Thilo Schmidt.