Wirtschaft

Neue Job-Plattform wirbt für Arbeitsplätze in Schwarzenbek

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Stefan Huhndorf
WVS Schwarzenbek richtet eine Jobplattform ein: Doris Lehmann (v. l.), Sven Kirkerup, Karina Geideck und Björn Hinz. 

WVS Schwarzenbek richtet eine Jobplattform ein: Doris Lehmann (v. l.), Sven Kirkerup, Karina Geideck und Björn Hinz. 

Foto: Stefan Huhndorf

Die Wirschaftliche Vereinigung Schwarzenbek (WVS) plant ein eigenes Jobportal. In vier Wochen soll es im Internet abrufbar sein.

Schwarzenbek.  Die Europastadt hat mittlerweile mehr als 17.000 Einwohner – Tendenz steigend. Viele Neubürger kommen aus Hamburg. „Viele kennen kaum die vielfältigen kulturellen Angebote in der Stadt oder haben als Einkaufsmöglichkeit allenfalls den Lupuspark auf dem Schirm“, sagt Doris Lehmann, Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung. „Außerdem gibt es ein unglaublich breit gefächertes Spektrum an Firmen und Karrieremöglichkeiten in der Stadt. Aber das ist vielen Neu-Schwarzenbekern genauso unbekannt wie die vielen anderen Angebote. Das wollen wir ändern“, so die WVS-Vorsitzende.

Seit Jahresbeginn ist die 56-Jährige Vorsitzende der WVS und will die seit 1954 bestehende Interessenvertretung der Gewerbetreibenden gemeinsam mit ihrem Vorstand gründlich umkrempeln. Bislang lag der Fokus der Vereinigung, in der aktuell 155 Firmen organisiert sind, auf Werbemaßnahmen wie der im zweijährigen Turnus ausgerichteten Messe, den verkaufsoffenen Sonntagen und dem Weinfest. Hinzu kamen Fortbildungsvorträge für die Mitgliedsbetriebe und Newsletter zu aktuellen Entwicklungen, wie jetzt beispielsweise hinsichtlich der Corona-Verordnungen.

WVS nimmt heimischen Arbeitsmarkt in den Fokus

Doris Lehmann und ihr Vorstandsteam haben seit geraumer Zeit den heimischen Arbeitsmarkt und die Nachwuchswerbung über die Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen in den Fokus genommen. Ein neuer Baustein in diesem Konzept ist ein Portal mit Stellenangeboten für Schwarzenbek und Umgebung im Internet, das jetzt gemeinsam mit dem Hamburger Anbieter Karriere Hamburg (www.karriere-hamburg.de) entstehen soll. Die Internetseite ist mit der der Wirtschaftlichen Vereinigung verlinkt. „Wir sind gerade mit einem Relaunch der WVS-Seite befasst. Wenn die neue Version in vier Wochen im Netz ist, wird es dort einen Button mit der Bezeichnung Karriere geben, der direkt zu den Job-Angeboten führt“, sagt WVS-Schriftführerin Karina Geideck.

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Stellenangebote per „Flatrate“ einstellen

„Wer Arbeitsplätze und Schwarzenbek bei Google eingibt – mittlerweile ist das eine übliche Vorgehensweise für Jobsuchende – landet bei unserem neuen Angebot“, sagt Sven Kirkerup, Chef von Karriere Hamburg. Allerdings muss sich dieses Portal erst einmal mit Leben füllen. Denn bislang sind lediglich alle Mitgliedsbetriebe mit ihren Internetauftritten erfasst. Wer ein Stellen- oder Praktikumsplatzangebot einstellen möchte, muss dafür eine Jahresgebühr zahlen. Die „Flatrate“ liegt bei 275 Euro für Firmen bis vier Mitarbeiter bis hin zu 3950 Euro mit 1000 Mitarbeitern und mehr. „Ein fairer Betrag, zumal man unbegrenzt Stellen- und Praktikumsangebote einstellen kann. Praktika haben wir bei bezahlpflichtigen Portalen bislang ohnehin nicht eingestellt“, sagt WVS-Beisitzer Björn Hinz von der Firma Rohwerder Datasystems, die den Kontakt zu Kirkerup hergestellt hat.

Speeddating und Messen für Auszubildende und Praktikanten

Es gab bereits ein Speeddating mit Geschäftsleuten und Schülern in der Gemeinschaftsschule, um Ausbildungsplätze zu vermitteln. Ein ähnliches Format ist im Gymnasium geplant. Außerdem soll es jährlich eine Ausbildungsmesse geben. Auch auf der zweijährlichen Wirtschaftsmesse, die diesmal wegen Corona ausfällt, sind spezielle Kontaktbereiche für Jobangebote vorgesehen.