Gemeindebrief

Kirche appelliert an Ostern für „Lebensfreude – mit Abstand“

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Monika Retzlaff
Pastorin Sigrun Kühn mit der Sonderausgabe des Gemeindebriefes, der trotz ausfallender Gottesdienste die Osterfreude in die Häuser bringen soll.

Pastorin Sigrun Kühn mit der Sonderausgabe des Gemeindebriefes, der trotz ausfallender Gottesdienste die Osterfreude in die Häuser bringen soll.

Foto: Monika Retzlaff

Redaktionskreis auf das Coronavirus reagiert und zu Ostern eine Sonderausgabe des Gemeindebriefs fertiggestellt.

Schwarzenbek.  „Lebensfreude – mit Abstand“, heißt das Titelbild der Sonderausgabe des Gemeindebriefes der Evangelisch-Lutherischen Kirche für Schwarzenbek, Grabau und Grove. Das Foto von Kay Johannsen ist fröhlich: Auf einer mit Wiese mit viel blühendem Löwenzahn spielen Kinder – eine Momentaufnahme für eine Zeit, in der alles stillsteht, nur sehr wenige Begegnungen möglich sind, vieles bedrückend wirkt und Angst macht.

Begegnungen - aber nur virtuell

„Es ist uns wichtig, jetzt in diesen Tagen vor Ostern unseren Gemeindemitgliedern zu begegnen, so wie es eben möglich ist, durch unsere umfangreiche Homepage und durch diese Sonderausgabe“, sagt die Pastorin Sigrun Kühn. Erst vor kurzem war die erste Ausgabe des neuen Gemeindebriefes „Von Mensch zu Mensch“ erschienen. Mit seinem neuen Layout, vielen Fotos und den Rubriken auf jeder Seite fand er großen Anklang. Nun hat sich ein Redaktionskreis zusammengefunden, um diese Sonderausgabe zu gestalten und dann auch die weiteren Gemeindebriefe verfasst. Dazu gehören die Pastorin Sigrun Kühn, sowie Cornelia Baugirdis, Stefan Stauch und Kay Johannsen. Sie machen gemeinsam das Konzept, füllen die Rubriken mit Texten, wählen Fotos aus - bis dann Cornelia Baugirdis die Korrektur übernimmt. Die Vier arbeiten ehrenamtlich. Für das Layout ist die Grafikdesignerin Renate Hagenkötter aus Lübeck beauftragt worden.

Geschichten aus dem Coronaalltag

In der Sonderausgabe gibt es viele Infos, Kontaktadressen und Tipps, aber auch ausführliche Einblicke, denn Gemeindemitglieder erzählen, wie es ihnen im Ausnahmezustand des Coronaalltags geht, welche neuen Möglichkeiten des Austausches sie nutzen und was sie ermuntert oder bedrückt. So berichtet die Jugenddiakonin Tanja Derlin- Schröder wie kreativ sie sein muss, um trotz räumlicher Trennung für jeden Jugendlichen da zu sein, der ihre „digitale Schulter“ braucht. Jeden Tag macht sie beispielsweise ein kleines Video für ihre Schützlinge. Auf der Seite 11 unter Rubrik „Begegnungen“ gibt es im Gemeindebrief Informationen darüber, wie die Gemeindemitglieder und die anderen Schwarzenbeker zu Ostern zusammenkommen können – natürlich mit Abstand.

Kirchenchoral vom Balkon

So läuten am Ostersonntag, 12. April, um zu 10 Uhr die Glocken der St-Franziskus-Kirche und danach ertönt der Choral „Christ ist erstanden“. Pastorin Sigrun Kühn spielt ihn von ihrem Balkon an der Pflasterstraße und der Kantor Markus Götze musiziert den Osterchoral zur gleichen Zeit mit der Posaune auf seinem Balkon am Franziskus-Haus, Markt 5b. „Öffnen Sie die Fenster, vielleicht können sie den Choral hören oder noch besser, Sie machen mit, indem sie selbst ein Instrument spielen oder das Lied bei geöffnetem Fenster mitspielen. Vielleicht werden wir ein großer Chor, der an vielen Orten unserer Gemeinde zu hören ist“, schreibt Markus Götze in dem Gemeindebrief.

Bereits am Karfreitag werden auf dem Neuen Friedhof an der Möllner Straße und auf dem Alten Friedhof an der Uhlenhorst Texte zum Mitnehmen für die Osterzeit ausliegen. Die Sonderausgabe des Gemeindebriefes, der in einer Auflage von 2000 Exemplaren erschienen ist, liegt an der St.-Franziskus-Kirche, am Franziskus-Haus, am Eingang des Neuen Friedhofes an der Möllner Straße und vor dem Evangelischen Familienzentrum St. Elisabeth am Verbrüderungsring 41 zum Mitnehmen aus.